Ausgabe 
15.12.1792
 
Einzelbild herunterladen

) 2O7 ( ~

Friedberg, weniger nicht Mittwochs und Sonntags frühe mit anbrechendem Tag zu Giessen eintreffe, ferner nach Sorti» rung derer Briefe, so bald nach Wezlar und über Grünberg nach AIßfeld. Nach Zurückkunft dieser beiden aber, Abends Sommers präcise zu 8 r/a Uhr und später nicht, von Giessen, wiederab - undnach Darmstadt lauffe. Auch

5) dahin alles Ernstes bedacht feyn, auf allen End - und Zwischen-Stativ» nen jederzeit auf ihre Kosten solche Post, Verwalthere und Spediteurs zu halten, die in Abführung der Post, ratione der

prompt, in Bestellung der ihnen an» vertraut werdenden Correspondentien ae, curat, treu, und so beschaffen feyn, daß das Publicum durch solche nicht gefähr- det, und Unsere Postmeister selbst, lezten unverhoften Falls, sich an ihnen erholen, und äusser Schaden gesetztwerden können. Und gleichwie Unsere Postmeistere sich mit denen übrigen auf allen Stationen sitzen­den Verwaltern und Spediteurs nach Proportion eines jeden Verrichtung, ent« weder wegen einer billig- masigen Abgifft von dem Brief-Porto, oder andern or« Lentlichen Bestallung zu vergleichen ha, den; also ist Unser gleichmäsiger gnädig, ster Befehl, daß letztere jenen das ein. gehende Porto Quartaliter treulich ver, rechnen, und diejenigen Ordres, so ih. «en in Post-Angelegenheiten von ernann» ten Unfern Postmeistern zugefertiget wer. den, gebührend respectiren sollen: Und damit alle Unordnung desto sicherer ver» mieden werden könne, so sollen

6) allhier zu Giessen, und auf allen übrigen Stationen alle Briefe und Pa. quets in ein ordentliches Manual ringe» tragen, in lederne Taschen oder wohl« verwahrte Paquets eingeschlossen, und darüber ordentliche Postkarten formiret werden.

Der Verfolg im nächsten Etük.

Bekanntmachung von verschiedenen Sachen.

i) Mittwochs den i9ten dieses, soll auf dahiesigem Rathhaus Morgends 9 Uhr das ab und zuschreiben vorgenom» men werden. Giesen den loten Decem« her 1792.

Fürst!. Hess. Oberamt daselbst.

2) Freitags am 7. December Abends um 7 Uhr, ist ein im Posthaus hingeleg- ter dunkelgrüner, an beiden Seiten mit hellrothem Sammet ausgeschlagener so» genannter Spanischer Mantel abhanden gekommen; wer solchen an den Buch­händler Hrn. Krieger überliefert, oder gewisse Nachricht davon geben kann , be» kommt zur Belohnung einen Dukaten.

£Teuc Bücher, die in der Rricgrrfchen.

Buchhandlung zu haben:

I) Geschichte des Oesteerich - Rus» sisch- und Türkischen Krieges von 178? bis 1792., mit Aktenstücken und Urkunden, 8. ifl. 6 fr. 2) Gehe Predigt über Joh. H, Vers r.r z., 8. 8 Fr. 3) Carls va« terländifcheReisen, in Briefen anEduard, 8. 2st. 24fr. 4) Beyträge zur Kennt, nis vorzüglich des gegenwärtigen Zustan­des von Frankreich und Holland, gr> 8- l fl. 48fr. 5) Die Regententafe! pro 1793. 16 fr. 6) Nachtrag zu Sulzers Theorie der Künste, ir Band, 2sStück, 8. »fl. 12 fr. 7) Schlachkgesang eineS Hessischen Grenadiers 2 fr. 8) Selle medicina clihica, zte Auflage, 8. i fl. 48 fr. 9) Baldingrrs neues Magazin für. Aerzte, 14c Band 46 Heft, 8. 40 tr. 10) K. Hammeredörfer Geschichte Po» sens von den ältesten Zeiten an bis zur Revolution 1791., ir Band, gr. 8. Dres» den 2 fl. 8 fr. Auch stehet daselbst eine Parthie Dedudtiones und jurist. Diner, tationes