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graf zu Hessen rc. rc.
Der Beschlus folgt. Nachricht.
i) Soll Jedermänniglichen, ohne Unter sch red, wes Standes derselbe feyn mag, und insbesondere auch denen/ der Gerichtsbarkeit der Universität unkerge» denen Personen, von nun an schlechter» dings verboten feyn, ohne Erlaubnis deL zeitigen Rektors der lluiverfitäkoder ei« »es Professors,, welcher spcciclleAufsicht über einen oder den anderen Studenten hat/ einige Pfänder von Studenten an» zmrehnren und demselben Geld darauf zu leihen, widrigenfalls her Pfandnehmer, welcher wissentlich auf ein solches Pfand Geld geliehen / mit einer nahmbaften Strafe belegt, und dazu noch das Pfand- unentgeltlich hcrarrsLMebHi schuldig feyn
Nachdeme Uns die untertbänigste Anzeige geschehen, wasmasen cs sich rum vftern zutrage, daß ein und andere der auf Unserer Landes Universität zu Giesen sich aufhaltenden Studenten, wann sie die von ihren Eltern erhaltene Gelder durchgebracht, nach Hers bald zu nöthi» gem - bald zu unnöthigem Behuf Schul» den contrahirten, und denen Gläubigern- threHabseligkeiten verpfändeten, dadurch aber in nicht geringen Schaden gestürzt wurden,, und dann Wir aus Landesherrlicher Vorsicht vor das Besteder fltu dlrenden Jugend, und um derselben ei.
.THcUs die Gelegenheit zu benehmen/
Tbeils zu verhüten,, damit, dieselbe nicht durch gewinnsüchtige Leute um ihre Hab., feltgkeiten gebracht werden möge, diesem Urbel durch ein Landesgesetz vorzubeu. gen, Uns bewogen gefunden haben; so verordnen Wir hiermit und in Kraft die» fes folgendes-
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sich in Schukden zu stecken, und andern beschäftiget sind,
ftloen und deren Collegien geschehende Wärme zu beherzigen, und den Ecker biederer Manner, Gutes zu be. wirken nach Hochstdero auf die möglichste Zfforberung der Landeswolfarth und Glückseligkeit fletshin gerichteten Gesin, nungen auf alle und jede Weise zu unter, stutzen, sich rmt Vergnügen bewogen fin.
hobenHochstdieselbLnichtohne Höch» stes Duefallen wahrnehmen können, daß ^^^,ber Furstlichkn Diener, statt in ist, I^^^^efchäften und auf andern durch Hochstdero Landesväterliche Gestn, nungen ihnen vorgezeigken Wegen ?hrftT allemMN Wirkungskreis zu suchen, an
u^^hetmen Gesell schäft en An» therl nehmen sollen, dke unter allerley Namen und täuschendem Vorwand er. Achtet und durch das Geheime ibrerLri» stenz, Statuten und Absichten schon an lmd für sich mit dem verdachriastcn Ka» rakter bezeichnet sind»
36rf?t. Y>tt0t6«nn$. 2) E°e b-sond-rs denen
Gottes Gnaden Ludwig Land.» verboten feyn, sich mit einigen Pfändern von Studenten zu befassen, dergleichen von ihnen anzunehmen, und anderwärts zu versetzen; würde aber einer oder der andere hiergegen handlen, und entweder innerhalb Landes, oder in nahe geiege» nen auswärtigen StädtenundOrten der» gleichen Pfänder versitzen,, so soll der» selbe, wenn er ein Christ ist,, mitcmpfind. licher Leibesstrafe belegt, rin. Jud aber seines Schutzes verlustig siyn und ad enngrandum angewiesen werden.


