Ausgabe 
4.2.1792
 
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saget und verboten, und sollen diejenige, welche hiergegen handeln, jeder mit Drey« §ig Reichsthaler Strafe, derjenige aber, welcher solches in seinem' Haus dulden und zulassen wird, in Fünfzig Reichs»- tbaler Strafe genommen, und das zum Spiel ausgesezre Geld zum Besten der Ar» men confiscirt werden^

Bekanntmachung von verschiedenen Sachen..

i) Nachdem« auf höchsten gnädig, ssen Befehl Sereniffimi noftri Hochfürsil. Durchlaucht, per Refcriptum Resminis & d. 29ten December verflossenen Jahrs verordnet worden, daß die unterm i4ten Juni 1777. erlassene Stempelpapier-Ord. nung nach ihrem ganzen Inhalt, aufs genaueste und mit aller Strenge und ohne alle Nachsicht gelten und beobachtet wer» Len solle, als wird dieses zu jedermanns Nachricht und Achtung hierdurch öffent. sich bekannt gemachte Giesen den 27ten ^muar 1792-

Fürsts Hejsi Oberamt daselbss^

*y Mchdeme Freitags den i7tenFe, Lruar laufenden Jahrs, des dahiesigen Burger und Beckermeister Johann Hen» rich Kämmerers Wohnhaus samt Zuge» hör übermalen öffentlich aufgesteckt und an den Meistbietenden verstrichen werden soll;, als können diejenige, welche aufso. lhanes Wohnhaus mitzustreichen geson- nen sind, sich in dem anberaumten Ter» min Morgens um 9 Uhr auf dem Dabit# stgerr Rathhaus etnftnden, und dem Ber, strich beiwohnen. Giesen denken Ja» nuar 179E.

Fürst!. Heff^ Oberamt daselbst. Schott.

3} Der Kandidat Hr. Franz Ludwig JunÜ von Staufenberg, ist per ticcre-

tum Clementifllmnm d. d. 2ten Januar anni curr., seiner besizzenden guten geo» metrischen Kenntnissen wegen zum Feld, Messer in dem Fürst!. Obcramt Giesen und Amt Hütlenberg gnädigst bestellt worden.

Einlavung an Bergverstandige nnd Bautuftige.

Im Fürsts. Hessen-Darmstädtischen Amt Biedenkopf bey dem Dorf Holzhau' sen in der sogenanten Goldkaute liegt im Wittelgebürge, das sanft und höflich ist, ein Kupfergang, der gelbes Kupfer» erz führt, das ohngefähr zoPfund Ku» pfer im Centner enthält. Noch sind auf diesem am Anfang des MittrlgebürgeS liegenden, ganz neuem Werk, erst 61/2 Lachter abgeteuft. Der Gang, der mit Erz untermischt, 4 Zoll mächtig ist, be» stehet in einem eigentlichen, sehr seiger in das Gebürgt fallenden Abendgang, der mit dem Gebürge fortstreicht. Das Gebürgt hält viel Wasser, ist sehr klüf» tig, nicht feste, und dann liegen neben dem Gang noch verschiedene Nebentrüm» mer, Nach allen diesen Erscheinungen, gestüzt auf bergmännische Erfahrungen sowohl, als den von einem erfahrnen Bergverständiqen eingenommenen Augen» schein, läßt sich höchstwahrscheinlich hof­fen, daß der Gang in mehrerer Teufe be» fonderS dann viel mächtiger und tdler werden wird, wenn er mehr Gebürge auf sich bekonrmt, oder ihm auch mehrere Trümmer in der Teufe zufallen. Zu dem Fortbau dieses so hofnungsvollen Werks, wobey Vie Klafter Buchenholz zu 144 Ku» dikfuß gerechnet, für 2 bis 21/2 Gulden Forstgeld ganz in der Nähe zu bekommen iss, ja wobey Künste und Pochwerke an­gebracht, auch die Erze auf der nahe gt» legenen Breidenbacher Hütte gegen einen Hüttenzins geschmolzen werden können, Wird