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1006) P et er Anton Kissel, geboren zu Ginseldorf am 20. October 1768, Sohn der verstorbenen Eheleute Johann Eckhard Kissel und Anna Elisabeth, geborne Feusner, ist unbekannt wo abwesend — und einer der nächsten Jntcstat-Erben hat auf eine Verschollenheits- Erklärung, sowie um Aushändigung deö in circa 369 Gulden bestehenden, unter Curatel befindlichen Vermögens angetragen.
Es werden demnach
1) oben benannter Peter Anton Kissel von Ginseldorf,
2) dessen unbekannte Vertrags-, Testamentsund Jntestat-Erben
hierdurch össentlich vorgeladen, im Termin Montag den 25. November d. I., Morgens 9 Uhr,
dahier vor dem unterzeichneten Gericht zu erscheinen, unter dem Rechtsnachthcile, daß der erstere für tobt erklärt, die Curatel seines Vermögens aufgehoben — und solches den bekannten Jntestat-Erben eigenthümlich überlassen werde — und bie Letzteren mit ihren Erb-Ansprüchen ausgeschlossen unb nicht weiter gehört werden.
Marburg den 29. Juli 1839.
Kurfürstlich Hess. Landgericht.
Hille.
vdt Löwenstein.
Besondere Bekanntmachung.
1421) Die Erhebung der Zinsen und Pachte aus der Gemarkung Gießen pro 1839.
Zur Erhebung der Zinsen und Pachte, welche auf Grundstücken und Hofraithen hiesiger Gemarkung hasten, habe ich den 25., 26. und 27. dieses Monats bestimmt, was ich mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß bringe, daß die Geldzinsen auf dem Nentamtsbüreau, die Naturalien aber auf dem Zeughause erhoben werden.
Gießen den 15. November 1839,
Der Großh. Nentamtmann Schneider.
Versteigerungen.
1435) Montag den 18. November d. I. und an den folgenden Tagen, Nachmittags 2 Uhr, sollen die zum Nachlaß der Wittwe des Schneidermeisters Johannes Wagner dahier gehörenden Mobilien, als Betten, Weißzeug, Schränke, Tische, Stühle, Zinn und sonstiger .Hausrath,
sodann ein Haufen Dünger, eine Quantität Brennholz und einige Malter Kartoffeln, in der Wohnung der Verstorbenen, in der kleinen Löwengasse, versteigert werden.
Gießen den 13. November 1839.
Großh. Hess. Stadtgericht. Müller.
1434) Montag den 25. d. M., Nachmittags 2 Uhr, wird auf Anstehen das der Johannes Grafs Wittwe dahier gehörige, in der Mühl- gaffe gelegene
17 Klftr. Haus, zweistöckig, mit Hofraum und Stall; giebt 2 Kpf Korn und 8 fr. Zins dem Fiskus, neben Anton Petri und Heinrich Simon,
2 Klftr. Miststätte,
auf dahiesigem Rathhause, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich versteigert werden.
Gießen d?n 15. November 1839.
Großh. Hess Stadtgericht. Müller,
1199) Der dem Schuhmacher Johann Walther Schwall dahier zustehendc,
234 Klftr. haltende Garten am untersten Niegelpfad, giebt 6 fr. Zins dem Fiskus, soll Montag den 18. November l. I., Nachmittags 2 Uhr,
auf dahiesigem Nathhause öffentlich meistbietend, im Zwangswege, versteigert werden.
Gießen den 17. September 1839.
Großh. Hess. Stadtgericht. Müller.
1436) Montag den 25. November l. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die nachfolgenden, zum Nachlaß des Wirths Ludwig Noll und seiner Ehefrau dahier gehörigen Grundstücke, als:
346 Klftr. oder 108 Ruth. Garten am Wiß- marer Weg, %1., %2. Klasse, zehntbar, giebt 3 ff. 4% fr. Zins dem Fiskus und den 10. Pfennig;
189 Klftr. ob. 55 Ruth. Acker am Wißmarer Weg über bem Schwalbachischen Acker, 2. Kl., zehntbar;
268 Klftr. ob. 78 Ruth. Acker daselbst, 2 Kl., zehntbar;
242 Klftr. ob. 72 Ruth. Wiese (Garten) am Wißmarer Weg, %2., /„3. Kl-, zehntfrei;


