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geschärft und weiter verordnet, daß alles Zusammenrotten und truppweise Gehen, sowie Hin- und Herziehen auf der Straße mit einer Strafe von 1 bis 5 fl. geahndet werden wird, und alle Kinder Lehrlinge, von 6 Uhr gedachten Abends an, bei einer gleichen Strafe wofür die Eltern Vor­münder 2C. hciftbar sind von der Straße sich entfernt zu halten haben. '

Gegen Unvermögende tritt Verwandlung der Geldstrafe in Gefängniß ein.

Gießen den 20. Dezember 1838. Der Großh. Hess. Kreisrath

K » o r r.

Edictalladung.

1464) Alle Diejenigen, welche an den Nach­laß des Bäckers Adam Schäfer dahier aus irgend einem Grunde Ansprüche haben, werden aufge­fordert, dieselben im Termin,

Donnerstag den 10. Januar 1839, Morgens 9 Uhr, dabier anzuzeigen und gehörig zu begründen, widrigenfalls bei der Erbvcrtheilung keine Rück­sicht darauf genommen wird.

Gießen den 12. Decbr. 1838.

Großh. Hess. Stadtgericht.

Müller.

Versteigerungen.

1492) Fruchtversteigerung bei dem Reutamte Gießen.

Montag den 7. Januar 1839, Vormittags 10 Uhr, werden

50 Malter Walzen,

350 Korn,

150 Gerste und

250 Hafer

auf dahiesigem Rathhause unter den bekannten Bedingungen versteigert.

Gießen den 22. December 1838.

Der Großh. Rentamts-Vicar.

G. Leichtweiß.

1483) Donnerstag den 10. Januar 1839, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rath- hause nachbenannte, zum Nachlaß der verstor­benen Frau Kirchensenior Koch gehörigen, Grund­stücke unter den im Versteigerungstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meist­bietend versteigert werden, als:

Gemarkung Gießen.

273 Ruthen Wiesen himerm Schiedgraben, in 2 Parzellen, an den Herrnwiesen;

Gemarkung Wieseck.

2!2 Ruthen Wiesen an der Wieseck, neben Wil­helm Lang und Johs. Steinberger zu Gießen;

230 Ruthen Wiesen vor den Herrnwiesen, neben Friede. Lvup und Phil. Loos zu Gießen. Gießen den 27. Dezember 1838.

Dr. S u n d h e i m.

1484) Ich bin Willens, nachfolgende, den Kindern der verstorbenen Conditor Friedrich Lindt's Wittwe gehörigen Immobilien

Montag, den 14. Januar 1839, Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Naiyhaus an den Meistbietenden auf drei Jahre zu ver­pachten.

Dieselben bestehen:

1) in einem Wohnhaus mit Zubehör, neben Herrn Bürgermeister Schneider;

2) 279,5 Klafter haltender Garten vor dem Wallthor an der Chaussee gelegen, und

3) 147,6 Klafter Acker am Wiesecker Weg.

Bemerkt wird, daß dieselben auch aus freier Hand vor dem Termin verpachtet werden können, und, daß das Wohnhaus den 1. April 1839 be­zogen werden kann.

Friedrich Hoch.

1469) Mittwoch den 9. Januar 1839, Nach­mittags 2 Uhr unD die folgenden Tag-, soll eine Sammlung Bücher, forstlichen, mathematischen, geometrischen und philologischen Inhalts, in einem noch näher zu bezeichnenden Locale, öffent­lich meistbietend gegen daare Zahlung verstei­gert werden.

Zu dieser Versteigerung werden bis zum 6. Ja-, nuar 1839 von dem Unterzeichneten noch Bücher angenommen, bei welchem auch das Verzeichniß oben bemerkter Werke einzusehen ist.

Gießen im Dezember 1838.

I o h. P h. Vogel, wohnhaft bei Hrn. Nagelschmied Lenz ohnweit der Sladtpforte.

Feilgebotene Sachen.

1456) Unterzeichneter empfiehlt sich in seinen bekannten Sorten Punsch- und Bischof-Essenz, Baierischem Bier nebst Arrak und Rum in Fla­schen, sowie auch in Citronen, Chokolade, ge­trocknetem Obst, Senf, Käse rc.

Höstereich, auf der Mäusburg.

1491) Eine noch ganz neue, polirte, eichene Kommode mit drei verschließbaren Schubladen steht zu verkaufen. Wo? sagt Ausgeber dieses.

Hierzu eine Beilage.