52
' Slara, geb. Seyfried, der selbstständigen Verwaltung ihres Vermögens für unfähig erklärt, und ihr deshalb in der Verson des Gr. Hofgerichtsadvocatcu Krauskopf daselbst ein Curator bestellt worden ist, so wird dies mit dem Bemerken andurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß von nun an keinem Rechtsgeschäfte, welches dieselbe ohne die Zustimmung ibres Curators in Bezug auf ihr Vermögen abschließen sollte, rechtliche Gültigkeit beigemeffen werden kann.
Gießen den 8. Februar 4838.
Auftrag Großh. Hofgerichts daselbst. Reitz,
Großh. Hofgerichts-Secretär.
Besondere Bekanntmachung.
174) Durch den seitherigen Ueberlauf des Nachmittags auf die Bürgermeisterei sehe ich mich genothigt, nochmals in Erinnerung zu bringen daß das Bureau nur des Morgens von 8 bis 12 W)v geöffnet, des Nachmittags aber geschlossen ist, weil diese Zeit zu den Dienstobliegenheiten benutzt werden muß.
Gießen Len 22. Februar 1838.
Der Bürgermeister
M. Schneide r.
Versteigerungen.
171) Auf freiwilliges Ansuchen der Wittwe des Müllermeisters Christian Mandler dahier sollen Montags den 9. April d.A., Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Rachhaus die nachstehenden Immobilien, als:
198 Klftr. od. 58 Rth. auf der Hohleich, an ihm selbst,
198 „ „ 58 „ daselbst, an ihm selbst,
149 „ „ 44 „ Garten am Hamm an der
Stadt, 13 Alb. 4 Pf. Zins in hiesigen Kasten,
105 „ „ 31 „ daselbst, an Philipp Ockel,
443 „ „ 128 „ aut’m Wetzlarcrweg, an
Postmeister Kempf,
404 „ „ 118 „ in dem Graben, an Phil.
Schaum zu Kleinlinden, 2 Gesch. Korn u. 3 Gesch. Hafer dem Fiscus,
3a7 „ „ 103 „ am Steinbrunnen am Leih-
gesterner Weg, an Johs. Dörr, 2 Gesch. 3 Ms. Korn, 3 Gesch. Hafer dem Fiscus,
218 Klftr. od. 64 Rth. Wiese auf der Hohleich, jemajt werdenden Bedingungen, versteigert Gießen den 21. Februar 1838.
Großh. Hess Stadtgericht Müller.
, 185) Montag den 26. Februar d K so«* »<ta38 2 Ufcr, s«ll im G-fth-u«
Gießen den 6. Februar 1838.
,TO Stadtgericht
Muller. 8 i m p e r t.
180) Auf freiwilliges Ansuchen des Carl Franz und dessen Ehefrau dahier, sollen nachbenannte Immobilien, als:
1) die Pulvermühle, bestehend in Saug, Sin-, Erhans, einem großen Stall und Schwein- stall und Grund mit 184 Klaiter:
5fIarter ®rabgarten bei dem Haus:
3) 494 Klafter Wiese hinter der Pnlvnmühle, Montags den 23. April d. I Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Nathhaus meistbietend versteiaert werden. a
^bmerkt Wirb, daß die vorgedachte Besitzung an dem Marktplatz, der Straße nach Biedenkopf und an der Lahn bei Gießen gelegen, sich zu einer Fabrik und Wirthschaft, zugleich auG zu einer Badeanstalt ihrer Lage nach, eignet
Gießen den 21. Febr. 1838.
Großh. Hess.'Stadtgericht Mülle r.
_ Montag den 26. d. M., Vormittags
9 Uhr, sollen im Hauptzollamts-Local
24 S. Melis- und Candis-Zucker,
18 K. Caffe,
23% S. fabricirten Tabak, i% Gewürz und 4% Maas Brandwein, meistbietend versteigert werden, wozu Kaufliebhaber eingeladen werden.
Gießen den 16. Februar 1838.
Großh. Hess. Haupt-Zollamt Dietz. Martin. Kattmann
177) Die der Universität gehörenden, ehemals von Senkenbergsschen, auf dem hiesigen Brand gelegenen , Gebäude, bestehend aus:
1) einem dreistöckigen Wohngebäude von Holz, welches 29 Pieoen, darunter zwei Salons,


