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wagen (zum Personen- und Waarcn-Transporie) soll mindestens zwei und einen halben Zoll rhein. betragen, widrigenfalls von ihnen das Chaussee- gelb zweifach zu entrichten ist.
§. 4.
Wenn sich au einem Fuhrwerke Radbeschlägc von verschiedener Breite befinden, so ist bei Anwendung der betreffenden Bestimmungen lediglich auf diejenigen Radbcschläge Rücksicht zu nehmen, welche die schmälsten sind.
§. 5.
Wenn zweirädriges Fuhrwerk mit mehr als vier Pferden, oder vierrädriges mit mehr als acht Pferden bespannt ist, so soll das nach Maasgabc der betreffenden Bestimmungen sonst e »tretende Chausseegeld weiter doppelt bezahlt werden, falls nicht etwa die Ladung nur aus einer untheil baren Last besteht.
§. 6.
Für z>M Ochsen, Stiere, Kühe oder Esel, sowie für ein Maulthier wird das Chausseegeld gleich für ein Pferd berechnet. Bei einspännigem Fuhrwerke soll hinsichtlich des Chausscegeldes kein Unterschied zwischen den verschiedenen Gattungen der erwähnten Zugthicre eintreten, sondern stets der Tarifsatz für ein Pferd entrichtet werden.
Vorstehende Bestimmungen sollen mit dem 1. Januar 1839 in Vollziehung treten.
.Urkundlich Unserer höchsteigenbändigeu Unter« tchrist und des beigedruckten Staatssiegelö, gegeben zu Cassel am 20. Dezember 1837.
FRIEDRICH WILHELM.
(St. S.)
vdt. Hanstein.
Versteigerungen.
506) Montag den 2t. Wai d.J., Nachmittags 2 Uhr, ,ollen auf dahlesigem Nathhaus, die dem Thorschreiber Johannes Nagel dahier zustchenden Immobilien auf dessen freiwilliges Ansuchen, als: 1) 7,6 Klftr. Wohnhaus mit Stall und Grund nebst Mistenstätte, neben G. Balth. Stohr in der Löwengasse, gibt 17V Kr. Zins der Stadt.
2) 192 Klftr. Garten Hinterm Kirchhof, ne- »«■ .... ^r. Zins dem Fiscus, zehntfr.
öffentlich meistbietend, unter den alsdann eröffnet werdenden Bedingungen, versteigert werden. Gießen den 27. April 1838.
Großh. Hess. Stadtgericht.
M n l l e r.
507) Montag den 11. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhaus nachfolgende, dem Fuhrmann Emanuel Simon dahier zustehende Grundstücke, als:
1) 84 Klftr. ob. 25 Ruth. Acker zwischen dem Gleiberger- und Lcufertsröder Weg, neben Johs. Chr. Ockel, Weißqerber:
2) 85 Klftr. oder 25 Ruth, daselbst, an vorigem Stück,
öffentlich an den Meistbietenden, im Wege der Hulfsvollstreckrmg, unter den im Termin bekannt gemachtwcrdcndcn Bedingungen, versteigertwerden.
Gießen den 27. April 1838.
Großh. Hess. Stadtgericht. Muller.
436) Freitag den 11. Mai d. I., Vormittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die Lieferung des Brcnnöls, der Talglichter und des Wiggengarus zur Beleuchtung der hiesigen Stadt, vom 1. Juli 1838 bis dahin 1839 an den $8e« nigstnehmcnden, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich versteigert werden.
Gießen den 17. April 1838.
Der Bürgermeister M. Schneider.
474) Montag den 7. Mai d. I., Vormittags 8 Uhr, sollen in dem städtischen Walde Hangenstein folgende Holzguantitäten versteigert werden:
2 Stecken Buchen-Prügelholz,
2 „ Buchen-Sockholr,
425 Buchen-Wellen,
40X Stecken Eichen-Scheidholz,
21% „ Eicheu-Prügelholz,
65 „ Eichen-Stockholz,
1025 Eichen-Wellen,
221 Stecken gemischtes Stockholz,
1100 gemischte Wellen,
41 Elichen-Stämme, 1520 Cub.-Fuß haltend.
Die Zusammenkunft ist im Distrikt Schrev Gießen den 24. April 1838.
Der Bürgermeister.
M. Schneider.
534) Mittwoch den 9. Mai d. I., sollen in dem Domanialwald des Reviers Schiffenberg nach, stehende Holzsortimentc öffentlich versteigert werden, als:
65% Stecken Buchen-, Eichen-, Obstbaum.
Scheidholz,
5 ,, Nadel-Scheidholz,
40 „ Buchen-, Eichen-, Nadel-Brü-
gelholz,
142 „ Buchen-Stöck,
42 ... Eichen, und Nadel-Stöck,


