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Besondere Bekanntmachungen.
203) Die Liste der Eonscriptionspflichtigen des Jahres 1837 ist mt dem Nachhause angehestet.
Hat irgend Einer. der Betheiligten Einwand gegen den Inhalt der Liste vorzubringen, so muß er diesen innerhalb 14 Tagen, vom 26. d. M. an gerechnet, auf meiner Geschästsstube anzeigen, damit die nöthigen Abänderungen gemacht werden können. Auch die im Jahre 1817 gebornen, in diese Liste etwa nicht aufgenommenen Conscriptions- pflichtigen haben sich znm Eintrag in solche ebenfalls vor Ablauf von 14 Tagen zu melden, wenn sie nach Art. 24. des Rekrutirungsgesetzes nicht zuerst marschiren wollen. Weiter wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß etwaige Depotansprüche bis zur Abnahme der Ortsliste, welche den 12. März erfolgt, angebracht sein müssen, weil spätere Meldungen den Betheiligten leicht in Nach- theil bringen können.
Gießen den 24. Februar 1837.
Der Bürgermeister M. Schneider.
202) An die Stelle des verlebten Flur- sch ätzen Müller soll ein anderes Subject, welches sich hinsichtlich seines moralischen Betragens sowohl, als dauerhafter körperlicher Constitution zu dieser Stelle qualificirt, erwählt werden. Man fordert diejenigen, welche sich dazu tauglich halten, hierdurch aus, sich baldigst anzumelden.
Gießen den 24. Februar 1837.
Der Bürgermeister M. Schneider.
Versteigerungen.
150) Montag, den 27. Februar a. c., des Morgens um 10 Uhr, sollen auf der Geschästsstube des Nnterzeichncten die Bauarbeiten im hiesigen Schloß an die Wenigstnehmeuden vergeben werden.
Die Voranschläge, Nisse und Bedingungen lieaerr in erwähnter Geschästsstube zur Einsicht offen, fl. kr.
1 j Maurer - und Steinhauerarbeiten 689 40
2) Zimmerarbeit ...... 380 40
3j Dachdeckerarbeit.....141 56
4) Schreinerarbcit. ...... 568 38
5; Schlofferarbeit...... 544 49
6) Glaserarbeit ...... 101 31
7) Weißbinderarbeit..... 393 —
Gießen den 16. Februar 1837.
Hofmann, Gr. Pr. - Baumeister.
177) Dienstag, den 28. Februar d. I., Nach- mittags 2 Uhr, soll in dem Gasthause zur Krone eine Kuh öffentlich meistbietend im Wege der Hülfs- Vollstreckung versteigert werden.
Gießen den 15. Februar 1837.
Gr. Hess. Stadtgericht dal. Müller.
178) Mittwoch, den 1. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen ans dahiesigem Nathhause eine Parthie Weibs- und Mannsklcidcr, ein Paar goldene Ohrringe und eine goldene Uhr, diese letztere im Wege der Hülfsvollstrecküna, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.
Gieße» den 10. Februar 1837.
Gr. Hess. Stadtgericht. Müller. Limpert.
118) Montag, den 20. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Nathhause das dem Weißgerbcr Wilhelm Löbcr dahier gehörige Hans und Stall von 10,1 [jSfftr. Flächeninhalt auf dem Seltcrsweg, neben Joh. Philipp Noll, giebt 13/ kr. Zins dem Kammcrfiscus, öffentlich au den Meistbietenden, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden.
Gießen am 25. Januar 1837.
Gr. Hess. Stadtgericht. Müller.
119) Auf Antrag der Erben der Lederhändler Michael Juug's Wittwe dahier sollen Montag, den 27. Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, ans da- hiesigcm Nathhause nachfolgende Immobilien, als: 5,4 Klstr. oder 2/ Rüchen Hans nebst Grund, neben Spenglermeister Habcnicht;
100,3 Klstr. oder 39 Rth. 10' Sch. Garten im Gartfcld, neben Melchior Becker;
unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.
Gießen den 31. Januar 1837.
Gr. Hess. Stadtgericht das. Müller.
200) Meine, vor der Stadt Gießen an der Chaussüe nach Lich und Grünbcrg vorthcilhast gelegene, vor 5 Jahren neu errichtete Ziegelbrennerei zu 10,000 Ziegeln, 3000 Backsteinen und 25 bis 30 Maas Kalk jedesmal gut zu brennen eingerichtet, nebst Wohnung, Oekonomiegebäuven und Hofraum bin ich Willens, Mittwoch, den 15. März, Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Nathhause in


