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Der Großh. Hess. Kreisrath.

I- d. V.

Z il l c h n e r.

25) Indem ich dm Ausbruch der Blattern in hiesiger Stadt hierdurch zur öffentlichen Kennt- bringe, fordere ich zugleich die hiesige» Einwohner auf, ihre noch uugeimpftcn Kinder baldigst vac- crnireu zu lassen. Ebenso ermahne ich diejenigen Personen auf das Dringendste, welche zwar" früher aber ohne entschiedenen Erfolg, geimpft worden sind, in ihrem eigenen wohl verstandenen Enterest/ sich der Vaccination nochmals zu unterwerfen. ' '

Gießen den 23. Juni 1837.

Der Großherzogl. Hess. Kreisrath.

K. Ehr. K n o r r.

26) Unter Bezugnahme auf die in früheren Bekanntmachungen angeführten Gründe findet sich die unterzeichnete Behörde veranlaßt, alle Garten- und Feldbcsitzer hiesiger Gemarkung aufzusordern von heute an bis zum 17. Juli l. I., bei Vermeidung einer Strafe von 1 fl. 30 fr "ihre Hecken ge­hörig zu beschneiden und diejenigen, welche über 5 Fuß hoch sind, bei Vermeidung gleicher Strafe bis auf diese Höhe abzunehmen. '

Gießen den 23. Juni 1837.

Besondere Bekanntmachungen.

686) Zur Publikation des von Helene Weber aus Rodheim, Dicnstmagd bei dem hiesi­gen Fuhrmann Georg Melchior Schwan, welche am 12. April dahier verstorben ist, hinterlegten Testaments, ist auf

Donnerstag den 6. Juli d. I., Vormittags 10 Uhr, Termin anberaumt worden, in welchem alle Dieje­nigen, welche ein Interesse dabei zu haben glauben, sogewiß hier zu erscheinen haben, als sonst doch das Testament eröffnet und nach dessen Inhalt über deii Nachlaß verfügt werden wird.

Gießen am 13 Juni 1837.

Großh. Hess. Stadtgericht M ü l l e r.

744) Auf dem Rathhause befinden sich vom letzten Brande des Brauhauses nachstehende Gegen­stände in Verwahrung:

Ein gewöhnlicher Eimer,

Ein Brunneneimer und

Ein Zuber.

Wein diese fehlen, kann sich bei dem Nathsdiener Grüneberg zum Rückempfang anmelden.

Zugleich wird bemerkt, daß die abhanden ge­kommenen Feuereimer Lit. A. M. 25 und Lit. IL M. 98, sowie d blau leinene Tuch zur Feuerspritze M 2 noch nicht zurückgeliefcrt worden sind, und man ersucht daher jeden, der etwas zur Entdeckung der Entwender in Erfahrung bringt, solches bei unter­zeichneter Stelle anzuzeigen.

Gießen den 23. Juni 1837.

Der Bürgermeister M. Schneider.

Versteigerungen.

688) Die nachbenanutcu Grundstücke des Daniel Leng dahier, als:

91,4 Klaftr. oder 27 Rth. an der Weilburger Grenze, neben Ludwig Müllers Kinder, 181,6 Klaitr. oder 53 Rth. 10 Sch. an der

Rothhohl, neben dem Hospitalgut,

129,5 Klastr. oder 38 Rth. 4 Sch. am Leih- gesterner Weg, neben Philipp Jacob Herbert, zehncfrei,

sollen Montags den 26. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Rathhaus nochmals zur Versteigerung ausgesetzt werden.

Gießen am 12. Juni 1837.

Großh. Hess. Stadtgericht Müller.

607) Auf freiwilliges Ansuchen der Erben des Weißbinders Peter Petri soll das zu dem Nach­laß desselben gehörige

I Wohnhaus, Stall und Grund, ne­ben Susanne Amend auf dem Asterweg, gicbt dem Camer.- Fisk. 8 fr., u. d. Stadt 1 pf. Zins.

Hinterbau, Stall undSchoppen nebst Grund an vorigem, giebt 8 fr. dem Camer.- Fisf.

Montag den 26ten Juui d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Rathhaus, unter den alsdann bc- fannt gemacht werdenden Bedingungen, meistbietend versteigert werden.

Gießen den 11. Mai 1837.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht' Müller.