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Zurückgreifcn unter das zehnte Alterssahr statt­finden "kann, daß aber, auch bei den ausgezeich-- uetstcn Kenntnissen, kein Schüler ausgenommen wird, wenn er erst neun Zahre alt ist.

Dr. Braubach.

392) W oh n u n g s - V erä n d eru n g. Unterzeichneter macht hiermit die ergebene Anzeige, daß er sein seitheriges Logis auf dem Markt verlassen, und gegenwärtig in seinem von den Kindern des verstorbenen Herrn Hofgerichts-Advokaten Mannberger in den Neuenbänen Lit. 1?. Piro. 62., 'er­kauften Hanse wohnt. Zugleich em­pfiehlt er seine wohl eingerichtete Litho­graph i e - A n st a l t mit allen in diesel­be eiuschlagenoen Arbeiten bestens und ver­spricht proiute und reelle Bedienung. Auch ist bei ihm nachstehendes ssormular- papicr immer vorräkbig zn haben, als: Anweisungen , S chnl versa um niß- listen, Rechenschaftsberichte, Ge- schäftsdiarieu, Bcrordnnugsregifter, Ein- legbogen zu den Bürgermeisterei - Bera- tbuugeu, sowie liniirtes Schreibpapier zum Schönschreiben für Kinder und noch meh­rere andere Formulare für Gerichtsbe- hördeu rc.

Gießen den 4ten April 1637.

Joh. K. Brühl. Lithograph.

374) Musikalische Anzeige.

Die Unterzeichneten geben sich die Ehre, den Freunden der klassischen Ton- knnst ergebeust anzuzeigen, daß sie, von vielen Seiten anfgefordert, und nach dem Beispiel der - kunstsinnigsten Städte Euro­pas , auch hier in Gießen eine Quartett- Unterhaltung für nächsten Sommer arrau- gireu wollen, worin sie ausschließlich die gediegensten Werke der unsterblichen Mei­ster Haydn, Mozart, Beethoven, Spohr, Onslow ii. a. vorzutragen die Ehre haben werden; und hoffen, da der Genuß dieses interessanten Theils der Musik, welcher von obigen Meistern mit Vorliebe bearbeitet

wurde, dem hiesigen Publikum, einzelne sehr seltene Fälle ansgenommen, bisher nicht geboten werden konnte, den Wün­schen aller wahren Verehrer der klassischen Tonwerke um so mehr entgegen zu kom­men, und ihre Unternehmung durch deren gütige Unterstützung auf eine dauernde Weise gefördert zu scheu; als dasselbe in das musikalische Leben tief eingreift, und neben der edelsten Unterhaltung die Vor­liebe zur klassischen Musik erweckt, beför­dert uui) den Geschmack ausbildet; und da schließlich das Bestreben der Unterzeichne­ten einzig darauf gerichtet ist, die Werke der erhabenen Tonsetzer in dem E eiste der­selben anszuführen.

Das Unternehmen soll auf dem We­ge der Subscription in's Leben treten, und zwar auf folgende Weise: Die Monate Juni, Juli und August sind zu deu Vor­stellungen vorläufig bestimmt, von welchen wöchentlich Eme im Lokale des Busässchen Gartens abgehalten werden wird. Der monatliche Snbicriptionspreis ist 1 fl., für eine Familie 1 ff 48 fr. Man kann sich nur für die Dauer sämmtlicher Vorstel­lungen subscribiren; jedoch soll der Betrag monatweise präunmerando eingeholr wer­den. Die Unterzeichnungsliste' wird von der nächsten Woche an cirknlireu. Der Eintrittspreis für Nichtnnterzeichnete ist 30 fr. ä Person.

Zur gefälligen Subscription laden das hochznverehreude Publikum ergebeust ein.

Gießen den 7ten April 1837.

A. Og. G. Schierholz.

Frischbacken.

Sonntag den Sten April: Jacob Vogt an der Statt-forte, Jacob Wallenfels auf dem Neuenweg, Lud­wig Kämmerer auf dem Markt.

Kirchliche Notizen.

Eva n g o l i sch e Gemeinde.

Gottesdienst. Am 9. April. Morgens: Air- chenrath Dr. Dieffenbach Nachmittags: Kirchenratb Dr. Engel.