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Bella g e zu R r o. 1.

Ferner: vermischte Nachrichten.

25) Der hier ««gekommene Künstler I. Bianchi aus Italien wird noch einige Tage sein ausgezeichnetes großes, aus Wachsfiguren bestehendes Kunstkabinet zu zeigen die Ehre ha­ben. Es befinden sich namentlich in diesem Ka- binet: 1) II. MM. der Kaiser und die Kaiserin von Rußland. II. MM. der Kaiser und die Kaiserin von Oestreich. Se. M. König Fried­rich d. Gr. Se. M. Friedrich Wilhelm III., König von Preußen und die Fürstin von Lignitz. II. MM. der König und die Königin von Dä­nemark. II. MM. der König nnd die Köni­gin von England. Se. M. Philipp 1., König der Franzosen, nebst Gemahlin. Maria Louise, Herzogin von Parma. Napoleon. Die Ge­neräle Bcrtrand und Masscna. Fürst Blücher von Wahlstadt. Herzog Wellington. Tie k. ruff. Feldmarschälle Diebitstb, Sabalkausky u. Paskewitsch < Eriwansky. Zwei Franzosen, wel­chen in Rußland die Rasen erfroren nnd vom Künstler genau nach der Natu- abgebildct sind. 2) Ein mechanischer Escamoteur oder ägyptischer Taschenspieler, welcher mittelst zweier Becher die geschwindesten Verwandlungen von vielfältigen Gegenständen aufs überraschendste ausführt, da­bei seiner Hände Werk von einem Flötcnspiel be­gleiten läßt. 3) Die Mutter Gribis, welche in ihrem 73. Jahre noch ein Kind gebar, mit ihrem Manne und Kinde. 4) Salomons Urtheil, eine Gruppe von 12 Personen. 5) Aus dem polni­schen Freiheitskriege drei besonders schöne Figu­ren. 6) Auch wird in einem Nebenzimmer die­ses Kabinets gegen ein besonderes Entröe gezeigt: Eine schlafende Venus. Sie ist 5 Fuß und einige Zoll lang und eines der ersten Mei­sterwerke von Florenz. Der Künstler darf sich schmeicheln, daß dieß Stück allein schon jeden Liebhaher von Kunst und Geschmack befriedigen wird! Außerdem sind noch viele andere Figu­ren zu sehen, die wegen Mangels an Raum hier Nicht alle angeführt werden können. Dieses Kabinet ist von Morgen 9 bis Abends 9 Uhr zu sehen. Eintrittspreis 12 fr., Kinder und Dienst­boten zahlen die Hälfte. Der Schauplatz ist im Gasthaus zum Hirsch.

, 19) Aufgefordert von Hochverehrlichem Präsidium und resp. Vorstand des III. Aus­

schusses des Gewerbvereins für das Großhcrzog- thum Hessen, nach der Bekanntmachung vom 25. November l. I. in M 331. ter Gr. Hess. Zeitung, wonach 6 silberne und 1 goldene Denk­münze für diejenigen Inländer ausgesetzt worden,

welche durch großartige, bereits im Gange befindliche Fabrikanlagen jeder Art, oder durch die erste Einführung von nützlichen Maschinen und neuen Verfahrungsarten sich ein Verdienst um die vaterländische Industrie erworben haben"

Vorschläge wegen Zuerkennung von Denkmünzen baldigst schriftlich mitzuthcilen, lade ich Besitzer von genannten Fabrikanlagen in und um Gießen zu mündlicher oder schriftlicher Mittheiluug ein, um geeignete Notiz bei tncinen Anträgen auf sie nehmen zu können.

Gießen den 4. Januar 1837.

C. Silbereisen, Mitglied des III. Ausschusses des ^Gewerbvereins.

Frischbacken.

Sonntag den s. Januar. Carl Edel auf dem Kreuz, Batthaiar Walther am Ästerweg, Balthasar Wallen- fels an der Kühgasse.

Kirchliche Notizen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst. Am 8. Januar. Morgens: Kirchen- rath vr. Engel Nachmittags: Candidat Palmer.

Kopulirtc. Den 1. Januar. Johann Georg Lud­wig Martin Wilhelm Ferber, Burger und Metzgermejüer allhier, des verstorbenen diesigen Burgers und Meygermei- sters, Georg Wichelm Felder, hinterlassener ehelicher Sohn; und Jungfer Anna Catharina Süßet, des Johann Georg Süßet, Burgers und Krämers in Lich, eheliche Tochter.

Beerdigte. Den 30. December 1836. Hermann Christian, des Burgers, Christoph Philipp Bogel, Sohn, alt L9 Tage.

Den 2. Januar 1837. Jungfer Ernestine Eleonore Deeres, des rerstorbenen Burgers und Schneidermeister«, Carl Friedrich Martin Beere«, hinterlassene Tochter, alt 60 I. 6 M. 8 T.