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Besondere Bekanntmachungen.
1028) Bei der Preisvertheilung des land- wirthschaftlichen Vereins der Provinz Oberhessen, welche am 13. Sept, dahier stattfindet, haben die Mitglieder der Fest- Comite zur Aufmunterung treuer, fleißiger, braver Dienstboten drei Preise von 8, 6, und 4 Berliner Thlr. ausgesetzt.
Indem man dieses hierdurch bekannt macht, fordert man diejenigen Dienstboten, welche lange treu und brav zur Zufriedenheit ihrer Herrschaft gedient haben, hiermit auf, sich bei ihrem Anmelden an den Unterzeichneten durch Bescheinigung von der Polizepbehörde sowohl, als von ihrer Herrschaft, bei welcher sie in Diensten stehen , zu legi- timiren.
Gießen den 31. August 1837.
Im Namen der Mitglieder der Fest- Comite.
Der Bürgermeister M. Schneider.
1029) Mittwoch den 13. September, findet dahier die Preißvertheilung zur Beförderung der Viehzucht in der Provinz Oberhessen von Seiten des landwirthschaftlichen Vereins Statt.
Die ausgesetzten Preiße sind folgende:
1) Für die in Gemeinden dienenden Bullen, sieben Preiße, zu 17 fl. 30 fr., 14 ff., 10 fl. 30 fr., 7. fl., 5 fl. 15 fr, 5 fl. 15 fr. und 3 fl. 30 fr.
2.) Für junge Bullen,
welche wenigstens 1% Jahr alt, zur Fortpflanzung noch nicht gebraucht sind, wohl aber zur Anschaffung für Gemeinden vollkommen sich eignen,
drei Preiße," von 10 fl. 30 kr., 8 fl.
45 fr. und 7 fl.
3.) Für selbst gezogene Kalbinnen (Rinder) von. zwei bis drei Jahren, welche sichtlich trächtig sind, oder kürzlich zum erstenmal gekalbt haben.
sieben Preiße, von 8 fl. 4a kr., 7 fl., 7 fl., 5 fl. 15 kr., 5 fl. 15 fr., 3 fl. 30 fr. und 3 fl. 30 fr.
Außerdem ist eine Summe zu Rachpreißcn bestimmt.
Die Preisbewerber haben daö vorzuführende Vieh an dem festgesetzten Tage Vormittags 9 Uhr aufzustellen, und ein vom Ortsvorstand ausgestelltes und gesiegeltes Zeugniß beizubringen, worin nach- gewiczen ist, daß die älteren Bullen auch wirklich m der Gemeinde dienen; daß die jungen Bnllcn Eigenthum des Coucurrenten, die Rinder aber von ihm selbst erzogen sind.
Die älteren Bullen müssen gefesselt seyn.
Die Austheilung der Preiße erfolgt am 13, September um die Mittagsstunde.
Die Bewerber um die, für Hopfen -, Lnzerner- und Esparsette-Anlagen, neue Dnngstätten und Wiesenverbesserungen ansgesetzten Prämien, welche noch feine Anmeldungen gemacht haben, werden eingeladen, diese an den Vicepräsidenten des landwirthschaftlichen Vereins, Herrn Rentamtmann Schneider dahier, baldigst eiuzusenden.
Gießen den 25. August 1837.
Der Bürgermeister M. Schneider.
1036) Um allenfallsigen Mißdeutungen zu begegnen, bringt die unterzeichnete Verwaltung hiermit zur allgemeiuen Keuntniß, daß bei der Pfand - und Leihanstalt dahier auf Staats-, sowie auf städtische Obligationen, welche auf Inhaber lauten, ohne alle gerichtliche Einwirfung Geld dargeliehen werden kann. Auch ist es bei dergl. Obligationen durchaus nicht erforderlich, daß der Eigenthümer derselben in Selbstperson erscheine.
Gießen den 31. Angust 1837.
Die Pfandhaus-Verwaltung der Stadt Gießen.
Pfeil.
Versteigerungen.
1014) Montag den 12. September d.LJ Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rach- hause die dem Papierfabrifanten Johann Christian Kempf von Herborn gehörigen, in der hiesigen Ge- marfung gelegenen Grundstücke, als:
80 Rth. 8 Sch., rechterhand am Wieseckerweg, neben Christian Walther,
gicbt 10 Pfennig dem Fiscus, 1 Er., 1 Kpf., 1 Ms. Korn, zehntfrei;
119 Rth. 1 Sch., zwischen dem Aul- und dem Leihgesternerweg, ucbeit
. Heinr. Simon;
7a Rth. — Garten im Güntbersgraben, neben Georg Hr. Ebel, dcmFiseus 1 Gsch.Korn, 1 Gesch. 1 Ms. Hafer, zehntfrei;
90 Rth. 4 Sch. Garten auf der Weißerde, neben Christian Lony, demFisc.2Gsch.3Ms.Korn, 3 Gsch. 1 Ms. Hafer,
3 Alb. 2 Pf. Zchs ms Hos- r Mal, zehntftei,
freiwillig, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden. ' Gießen den 24. August 1837.
Großh. Hess. Stadtgericht.
Müller.


