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28) In einer bei Großh. Landgericht dahier anhängigen Untersuchungssache sind nachstehend verzeichnete Gegenstände: '
1) eilte hölzerne Spade,
2) drei hölzerne Rechen,
3) zwei rothe Stühle von Eichen-Holz,
4) ein Papier-Huth mit grünem Band,
5) drei eiserne Banden, jedes mit einem Nagel,
6) sechs kleinere eiserne Banden,
7) zwei dergleichen,
8) drei verdeckte Schlösser von Eisen,
9) eine Gießkanne mit II 8. gezeichnet und allerlei Eisengeräthschaften,
10) zwei eiserne runde Bande,
11) ein eiserner Keil und ein Maurer-Haken,
12) ein eisernes unverdecktes Schloß,
13) drei eiserne Garten-Hacken,
14) vier Stück Krauthacken,
15) ein Karsch und ein spanisches Rohr,
16) eine eiserne Spade,
17) ein eiserner Rechen,
18) ein Stäbchen Eisen und eilt Gartenschuber,
19) zwei Fenster mit Tafelscheibeu, grün angestrichen und weiß gerahmt,
20) zwei kleine Fenster mit eckigten Scheiben und roth angestrichen,
21) eine Art ohne Helm,
22) drei Gestelle zu einem Schrank von Eichen-Holz,
23) zwölf tannene Latten, grün angestrichen,
21) zwei Stütze!, grün angestrichen und von Eichen-Holz,
25) zwei Schalterriemen von Eichen-Holz, der größere ist grün angestrichen,
26) eine Hauöthüre von Eichen-Holz mit zwei Flügeln, über deren rechtlichen Erwerb sich nicht hat ausgewiesen werden können, in Beschlag genommen, und das Ersuchen anher gestellt worden, solche zu veröffentlichen.
Man fordert hiernach alle Diejenigen, die an obbezeichnete Gegenstände Eigenthnms - Ansprüche bilden zu können vermeinen, auf, ihre deßfallsigen Reclamationen baldigst bei Großh. Landgerichte dahier anzubringen.
Gießen den 30. Juni 1837.
Der Großherzoglich Hess. Kreisrath.
I. d. V.
Z u l e h n e r.
Edittalladungen.
769) Die Wittwe des verstorbenen Jacob Rinn jun. von Heuchelheim hat um Regulirung des Nachlasses ihres verstorbenen Ehemannes nachgesucht, es werden daher alle diejenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an solchen zu machen haben, aufgefordert, solche Mittwoch den 26. Juli d. I., Vormittags 9 Uhr, so gewiß hier anzuzeigen, als sonst bei der Regulirung des Nachlasses auf sie keine Rücksicht genommen wird.
Gießen den 20. Juni 1837.
Großh. Hess. Stadtgericht M ü l l e r. v. Grolma n.
689) Susanne Marie Lom', Tochter des Burgers und Metzgers Peter Loni aus Gießen, ge
boren int Jahr 1767, ist schon seit 46 Jahren abwesend und man hat niemals irgend eine Nachricht über deren Aufenthalt erhalten, sluf den Antrag der Schwester der Abwesenden werden daher, Susanne Marie Loni oder deren Leibeserben, zur Empfangnahme ihres, nach der letzten Curatelrech- nung in 472 ss. 301 fr. bestehenden Vermögens, binnen 3 Monaten, unter dem Anfügen hierdurch vorgeladen, daß nach Ablauf dieser Frist das Vermögen der Schwester Anne Marie, Wittwe des Unterosficiers Balthasar Petri in Darmstadt, gegen Cantion, welche jedoch nur über die Hauptsumme zu stellen ist, überlassen werden wird.
Gießen den 31. Mai 1837.
Großh. Hess. Stadtgericht Müller.


