Ausgabe 
27.9.1834
 
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Giessen den 23. September 1834.

Betreffend: Die Gescbaftstage der Sparkasse für die Kreis« Gießen und Grimberg.

Der Director der Anstalt

an die Großherz. Bürgermeister und Beigeordneten der Nebengemeinden des Kreises Giessen und Grünberg.

Nach §. 24. der Statuten ist ein wöchentlicher Geschäftstag festgesetzt, an welchem das Ber, waltnngspersonal an dem bestimmten Orte versammelt seyn soll. Dieser ist für Gießen Freitag und für Grünberg Mittwoch von 9 12 Uhr Morgens.

Man hat indcß seither die Wahrnehmung machen müssen, daß diese Gcschäftstage nur wenig berücksichtigt wurden, und an allen Wochentagen Geldsuchcude erschienen. Ohne Nachtheile und Stö­rungen in den Dienstgeschäften des Berwaltungspcrsonals kann dieses ferner nicht mehr gestattet werden, und wird dcßfalls in Zukunft cs Jedermann sich selbst zuznschreibcu haben, wenn er an einem andren als an einem Geschäftstage nicht zugelassen werden wird.

Sie wollen dieses in Ihren Gemeinden bekannt machen.

K. Cb. Knorr.

Versteigerullgen.

835) Montag den 6. October d. I., Nach­mittags 2 Ubr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die den Erben des Jacob Ramspeck dahier zugehörigen Im­mobil ien, als:

9,3 Klftr. Haus, Stall, Mistenstatte und Grund in der Maygasse, neben Michael Seliger, giebt 6% kr. Zins dem Kirchenkasten,

öffentlich zur Versteigerung gebracht werden.

Gießen am 14. August 1834.

Großherz. Hess. Stadtgericht.

M ü l l e r.

873) Nächsten Mittwoch, den 1. Octobcr l. I., Vormittags 10 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhanse das Umarbeiten einer Parkhie lederner Feucreimer in einzelnen Abtheilungen an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden.

Gießen den 28. Sept. 1834.

Ter Bürgermeister

E. Silber eisen.

Besondere Bekanntmachnngen.

870) Durch Großherz. Provinzial - Salzregie - Inspektion ist mir die Anzeige geworden, daß nun­mehr diejenigen Hindernisse beseitigt sind, welche seit­her noch der Zulassung sämmtlichcr patentisirter Kauf­

leute zum Salzverkaufe im Wege standen. Es ergeht daher die Aufforderung an fämmtliche zum Salzver­kauf lusttragcnde Kaufleute, innerhalb 8 Tagen sich bei der unterzeichneten Stelle zu melde», und das Weitere zu vernehmen.

Gießen den 23. Sept. 1834.

Der Bürgermeister

E. Silbcreisen.

Fellgebotene Sachen.

872) Durch vortheilhaftcn Einkauf sind wir im Besitze einer Parthie Berliner Herrn«, Damen- und Kinder-Schlafröcke, welche wir in schönster Auswahl zu den billigsten Preißen hierdurch empfehlen.

Löb Maycr Hess seel. Söhne, wohnhaft in der Hundsgasse No. 158.

866) Mehrere gut gepolsterte Sophas sind zu verkaufen bei Ludwig Senker.

Zn vermiethen.

737) Die zwei oder» Etagen in meinem Wohn- Hause auf dem Kirchenvlatz, bestehend aus 4 Stuben, einem Cabiuet, zwei Kammern, einem Boden, einer Küche, einem verschlossenen Keller, Holzstall u. Mit­gebrauch der Waschküche, sind zu vermiethen und können sogleich bezogen werden. Dr. Palmer.

850) In meinem Hause sind 2 Etagen zu ver- miechen. Majorin v. S ch m a l k al d e r.

865) In No. 199., der Stadtkirche gegenüber, ist ein Logis zu vermiethen, bestehend in 1 Stube, 2 Kammern, Küche, sämmtlich auf einem Gang, Holzstall und Keller, beide verschließbar, und Mit­gebrauch der Waschküche, und kann sogleich bezogen werden.

859) Nächstfolgenden Montag den 29., dieses

Monats, Vormittags 9 Uhr, sollen mehrere Achtel Korn und Gerste auf hiesigem Universitätsfruchtspeicher,

in der Brandgasse, öffentlich an versteigert werden.

Gießen am 22. Sept. 1834.

den Meistbietenden

O ß w a l d.