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Als Erben des Heinrich Heckmann hat sich Nie­mand gemeldet; dagegen sind 1127 fl. Schulden gegen denselben liquidirt worden, unter welchen die Begrab- nißkosten mit 26 fl. 15 fr, sowie p. p. Arzneifosten und endlich Curatel und Gerichtskosten privilegirt sind.

Um bei dieser Unzulangigfeit der Maste einen förmlichen Concurs abzuwenden, soll unter den sich gemeldet habenden Gläubigern des Gemeinschuldners die Güte versucht werden. Hierzu ist Termin auf hiesi­ges Landgericht auf den 17. Sept. d. I., Morgens 10 Uhr, bestimmt, und die sich bereits gemeldet ha­benden Gläubiger des Gemeinschuldners werden auf- gefordcrt, alsdann persönlich oder durch gehörig Be­vollmächtigte zu erscheinen und auf die ihnen gerichts­seitig vorzulegenden Vorschläge dem Güte-Versuch beizuwohnen, wobei zur Nachricht dient, daß die Nicht- erscheinenden als der Mehrzahl der erscheinenden Gläu- biger beitretend betrachtet werden sollen.

Marburg den 17. Juli 1834.

Kurfürstlich Hessisches Landgericht.

Wilkens. vdt. Schmidt.

728) Der dahier verstorbene Großh. Hess. Geh. Regierungsrath v. Krug eutlieb, nach einer den 10. März 1791 gerichtlich bestätigten Schuldurfunde, von dem verlebten Superintendenten Prof. Dr. Schulz dahier ein Kapital von fünf tausend Gulden, und ver­pfändete dem Darleiher zur Sicherung dieser Forderung sein ganzes Vermögen und insbesondere die ihm eigen- thümlich zustchende Hälfte des ihm durch Vergleich vom 13. Juli 1787 von der Fräulein v. Rühl überlassenen Antheils des Dorfs Geißnidda und des Guts Geißenbach.

Im Jahr 1801 schloß der Großh. Geh. Regie- rungsrakh von Krug mit dem Fürstlich Leiningischen Superintendenten Klevesal in dessen eigenem und sei­ner Töchter Namen, einen das erwähnte Gut betref­fenden Kaufvertrag, welcher von der vormaligen da­hiesigen Landgräflichen Negierung nur unter der Be­dingung gerichtlich bestätigt wurde, daß von dem Kauf- schilling zunächst einige auf das Gut radicirte Kapi­talien, und namentlich auch die Forderung des Su­perintendenten Schulz zurückbezahlt würden. Die hin­sichtlich dieses letzteren gerichtlich constituirte Hypothek findet sich indessen in den hofgerichtlichen Hypotheken­büchern als noch forlbestehcnd eingetragen, weßhalb sowohl die Erben des Großh. Geh. Regierungsraths v. Krug, als auch die Wittwe des Gräflich Erbach - Erbachischen Oberforstmeisters von Plönies, gcborne Klevesal zu Erbach, um Löschung der fraglichen Hy­pothek in den Hofgerichts - Hypothekenbüchern nachge­sucht haben. Da nun von den Imploranten zur Be­gründung des von ihnen vorgebrachten Gesuchs eine Bescheinigung Eines der Erben des Superintendenten Schulz über die bereits erfolgte Abtragung der von diesem entliehenen Kapitalsumme vorgelegt, dagegen aber nicht in genügender Weise nachgezeigt werden konnte, ob und welchem der Schulzischen Erben die fragliche Kapitalschuld bei der Vertheilung des Nach­

lasses ihres Erblassers ausschließend zugetheilt worden, so werden alle diejenigen, welche gegen die nachge­suchte Löschung der erwähnten Hypothek Einwendun­gen vorbringen zu können glauben, hierdurch aufge­fordert, die ihnen in dieser Hinsicht zustehenden An­sprüche binnen einer Frist von drei Monaten von der Zeit gerechnet, wo diese Bekanntmachung zuerst in öffentlichen Blättern erscheint, durch einen gehörig zu bevollmächtigenden, aus der Zahl der dahiesigen Hof- gerichtsadvocaten zu erwählenden Anwalt geltend zu machen, oder zu erwarten, daß nach fruchtlosem Ab­lauf dieser Frist, ohne Rücksicht hierauf und mit Aus­schluß ihrer etwaigen Einreden wegen Tilgung der constituirten Hypothek das rechtlich geeignete verfügt werden wird.

Beschlossen tut Großherzogl. Hessischen für die Provinz Oberheffen angeordneten Hofgericht.

Gießen den 29. Juli 1834.

von Preuschen. Benner.

Bapsi.

Versteigerungen.

716) Donnerstag den 18. Sept. d. I., Nach­mittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die dem Sattlermeister Ludwig Karl Franz Bleymann dahier zugehörige Hofraithe, als:

10,5 Klftr. Haus mit Hinterbau nebst Grund an Simon Hirschhorn, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen am 1. August 1834.

Großherz. Hess. Stadtgericht. Müller.

757) Donnerstag den 4. Sept. d. I., Nach­mittags 2 Uhr, soll auf freiwilliges Anstehen der Er­ben des Stadtlieutenants Neuling die denselben zuge­hörige Hofraithe, als:

44,4 Klftr. Haus, Scheune u. Grund mit Gärtchen u. Hofraum an Joh. Melch. Lampus, giebt 15V4 fr. Zins der Stadt, auf dahiesigem Rathhaus zur öffentlichen Versteigerung gebracht werden.

Gießen den 20. August 1834.

Großh. Hess. Stadtgericht. Müller.

715) Auf Requisition des Königl. Preußischen Justizamts Atzbach sollen nachstehende, den Kindern des Görg Wilhelm Speier von Launspach zugehörigen Güterstücke Gießer Gcmarfung, als:

237,1 Kl. 70 Rth. S. Wiese in der Lichtenau an Jvhs. Tertor,

444 131 1 Acker am Grünenweg an Pct. Seipp, giebt 3 Kpf. 1 Gcsch. 2 Ms. Korn, 1 Sr. 1 Msch. Hafer d. Fiscus.

357,2 105 7 Acker in der Lichtenau