Beilage z u Rro.BSH
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b) für Ausländer, verheirathet auf 2000 fl., ledig auf 1500 fl. festgesetzt sein, was auch für diejenigen Inländer gilt, welche das In- digenat durch Aufnahme erhalten haben, aber noch nicht zehrt Jahre hindurch besitzen.
2) Soll bei diesem so stritten Einbringen nur das wirkliche im Besitz des neu Aufzuneh* menden befindliche Vermögen, keineswegs dessen zu Hoffendes, eben so wenig daS Vermögen der Braut, das Handwerk oder sonstige Gewerbe in Anschlag kommen; nur Vieh, Handwerkszeug, welches zum Betrieb des Handwerks angeschafft worden ist, und Maaren kommen dabei in Ausrechnung.
3) Bleibt das Einbringungsguantum für inländische Weibspersonen wie bisher auf 125 fl. bestehen, und endlich
4) soll von der Einbrr'ngungssumme dispensiirt werden können, wenn z. B. ausgezeichnete Thätig- reit und Aufführung und Geschicklichkeit, auch ohne diese Summe der Recipirende ein solides Etabllssement oder ordentliche redliche Ernahruna erwarten lassen. Welches man hiermit zur cf* fcntlichen Kenntniß bringt.
Gießen den 18. Dec. 1834.
Ter DürgMWLer.
„ C. Si^DMise n.
1112) Neue M e t h o de, oder die Kunst, in zwanzig Lectionen vollkommen englisch und deutsch schreiben zu lernen.
-er Unterzeichnete, allgemein berühmt durch sein neues System der Schreibkuiist, wodurch er sich verpflichtet, Jeden, ja selbst Personen, welche nie schreiben gelernt haben, wenn sie nur Lesen können, in zwanzig Stunden schreiben zu lehren, ist hier angckommen. Seine Methode ist der Art, daß man sich schon in den ersten sechs Lectionen von den vorteilhaftesten Veränderungen der Hand überzeugen kann. In den bedeutendsten Städten Deutschlands sand dieses System allgemeinen Beifall und gewiß darf der Unterzeichnete hoffen, daß dasselbe auch in hiesiger Stadt eine gute Aufnahme finden wird.
Ferner ertheilt derselbe Unterricht in der Orientalischen Malerei, PcintingPeunack oder unschätzbare Methode, in sehr kurzer Zeit alle Sorten Blumen, Obst, Vögel, Schmetterlinge, Thiere u. s. w. mit einem unbegreiflichen Erfolg malen zu lernen rc.
Seine Wohnung ist bei Hrn. Advocat Mann- berger'ö Wittwe.
Ferner vermischte Sachen.
Unterzeichnete, welche bedauren, ihres kurzen Aufenthals halber, ihren sämmtlichen hiesigen 1,1,0 Bekannten, ihren schuldigen Besuch nicht abstatten zu können, empfehlen sich den- selbcn^hierdnrch bestens. Gießen den 17. Dez. 1834.
G r amer, von Wäldershausen. Schenck, zu Schweinöberg v. d. Sorge. Thorwart, aus Wäldershausen.
?a ?d) *™ne bisherige Wohnung im Darmstadter Hause verlassen und das von mir erkaufte, Seltersweg stehende, Haus des vorhinigen Stadtrechncrs D-etz bezogen habe, so zeige ich dieses hiermit an. Rosenberg,
f . Hofgerichts-Advokat.
,, dlit obrigkeitlicher Bewillianna wird
Unterzeichneter seine Portraits mit Rahm und Glas versehen, Mittwoch den 24 Dec. Nachmittags 3 Uhr, ut der Behausung des Herrn Wirths Ludwig Herbert unter amtlicher Aufsicht zur Ausspielung bringen und bemerkt zugleich, daß sämmtliche Gegenstände von fünf* tigern Montag an in demselben Lokal zu Jedermanns Einsicht vorliegeu, Loose zu 12 fr. sind noch zu haben bei Leopold Sctiaab.
1149) Auf besonderes Nachsuchen des Stadtvorstandes bei der höchsten Staatsbehörde um Erhöhung des zur ortsbürgerlichen Ausnahme nach Gießen erforderlichen Vermögens, ist durch höchstes Rescript vom 8. Nov. d. I. Folgendes verfügt worden:
1) Das El'nbn'ngungs - Quantum soll
a) für ortsfremde bereits verheiratete oder noch ledige Inländer, in so fern sie das Jndigenat vermöge Aufnahme besitzen, 'wenn sie seit 10 Jahren in dessen Genüsse sind, auf 500 fl.
Kirchliche Notizen. Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst. Am 21. Decbee. Morgens: Kirchenrath Br. Dieffenbach. Nachmittags: Pfarrer S p e n g el.
Getaufte. Den 13. December: Dem Burger und Fuhrmann, Jacob Man, eine Tochter, Adolphine Marie Georgine.
Beerdigte. Den 15. Decbr.: Maria, des Burgers und Strumpfwebermeisters, Bernhard Kartmann, Ehefrau, alt 51 I. 3 M. 28 T.
Denselben. Christian Carl Hartmann, des Burgers, Jeremias Graf, Sohn, alt 6 M. 4 T.
„Denselben. Marie Caroline, des Burgers und Bäckermeisters, Conrad Kempf, Tochter, alt 1 I. 2 M. 2 T
Frischbacken.
Sonntag den 21. Decbr. Ludwig Kämmerer am Markt, Jacob Wallenfels auf dem Neuenweg und Balser Wallenfels der Kuhgaffe gegenüber.


