Feilgebotene Sachen.
448) In neu erhaltenen faxionirten und bunten Strohhüten, Shäwlchen, Handschuhen, Gürteln, Herrn - Hemden, Chemisetten, Cravat- ten rc. empfiehlt sich M. Heß.
454) Feines Weizenmehl, das Pfund zu 3 fr., verkauft H. C. Sack an der Stadtpforte.
435) Feines Spelzenvorschußmehl ist zu haben bei Justus Schiefer auf dem Neuenweg.
425) Seidenhüte neuester Facvn auf feinem, wasserdichtem Hutfils, gut gearbeitet,' sind zu den billigsten Preisen zu haben bei
Ludwig Gail, Hutmachermeister, wohnhaft auf der Mäusburg.
385) Punsch-Essenz von Reynier und Strecker. Diese anerkannt vorzügliche Essenz, welche mit 2/3 Wasser einen starken Punsch gibt, ist in Originalflaschen mit unserem Siegel und Etiquet zu 1 ft. 48 fr. pr. einzelne, und 18 fl. pr. Dutz. Flaschen zu haben bei L. F. Höstereich in Gießen.
Mainz den 15. April 1834.
Reynier et Strecker.
Zu vermiethen.
309) Auf dem Marft ist ein Logis, bestehend in 2 Stuben, Küche, Keller und Holzplatz, zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Wo? sagt Ausgeber dieses.
437 ) In No. 188. in der Schloßgaß ist ein Logis, bestehend in 2 Stuben und 1 Kaimner, und 1 meudlirte Stube für einen einzelnen Herrn zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden.
436) Eine geräumige Scheuer ist von Johanni d. I. an bei mir zu vermiethen.
Gießen, den 2. Mai 1834.
Maylünder.
438) Bei Unterzeichnetem ist die mittlere Etage, bestehend in 2 Stuben, 1 Küche, 2 Kammern, Holzstall und Theil am Keller, zu vermiethen und zu Hälfte Juli beziehbar.
Christian Pim der in der Schloßgaß.
453) Das meiner Wohnung gegenüberstehende, früher Melchior Pistor'sche Wohnhaus in der Neustadl, ist auf mehrere Jahre zu vermiethen und bis Ende Mai beziehbar. Liebhaber können das Nähere erfahren bei Jacob Pistor'S Wittwe.
450) Zwei gute saubere Dopha's sind zu vermiethen bei G. Carl Marguth, No. 21.
449) Das Logis in meinem Hause, welches bisher die Frau Secretär Vogel bewohnte, ist durch deren Wegzug von Gießen frei geworden und wieder zu vermiethen. PH. Becker's Wittwe.
Vermischte Nachrichten.
409) Bei Unterzeichnetem ist eine Auswahl der schönsten Tapetenmuster nach dem neuesten Geschmack angelangt, welche er ihrer billigen Preise wegen sehr empfehlen kann. Mik dieser Anzeige verbindet er auch zugleich die, daß er sein Logis verändert hat, und nunmehr bei Sattlermeister Senner auf dem Selterswege wohnt. Gießen den 1. Mai 1834.
Joseph Wieser, Tapezier.
440) Indem ich hiermit ergedenst anzeige, daß ich mein bisher in der Brandgaß bewohntes Logis verlassen habe, und nunmehr in dem gewesenen Wirth Reiberschen Hause auf dem Kirchenplatz wohne, empfehle ich mich zugleich mit allen meinen bisher geführ, teu Maaren und namentlich mit einer Auswahl feiner Pfeifenköpfe; sodann mit fertigen Pfeifen jeder Art und einem besonders großen Vorrath von Stöcken rc. und verspreche, neben Den billigsten Preisen, promte und reelle Bedienung.
Jacob Landauer, Drechslermeister.
441) Ich wohne bei Herrn Schriftsetzer Stich in der Neustadt; wer mich zu sprechen wünscht, kann mich hier finden, und das Gerücht: --als sey ich nicht mehr wohnhaft dahier," ist Lüge!
Gießen den 29. Aprii 1834.
P. A. Koch, Großh. Hess. Hofgerichts- Advocat.
442) Nachstehende Sorten Mineralwasser kann ich jede Woche frisch besorgen, als:
Selterser, Geilnauer, Emser, Kessel- und Weinbrunnen, Fachinger, Weilbacher, Schwefelbrunnen, Sehwalbacher Stahl- und Weinbrunnen.
Gießen den 6. Mai 1834.
W. Drullmann, aus Wetzlar, jeden Samstag bei Hrn. Eh. Busch im Darmstädter Haus.
444) Den 2ten Pfingstfeiertag beginnen die Tanzbelustigungen auf dem Feld- heimer Wäldchen. Vom 1. Juni an werden solche von 14 zu 14 Tagen fortgesetzt, dergestalt, daß, wenn auf einen dieser Tage ungünstige Witterung einkreten sollte, der nächstfolgende Sonntag — ohne die Ord- nung zu stören — als Entschädigung dienen soll. Für gehaltvolle und reine Getränke, sowie für gute Musik habe ich bestens gesorgt, so daß ich einem recht zahlreichen Zuspruch mit Vertrauen entgegensehe.
Jnhaiden Den 1. Mai 1834.
Forstjäger Henfel's Wittwe.


