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findet sich indessen in den hofgerichtlichen Hypotheken, büchern als noch fortbestchend eingetragen, weßhalb sowohl die Erben des Großh. Geh. Regierungsraths v. Krug, als auch die Wittwe des Gräflich Erbach - Erbachischcn Oberforstmcisters von Pkönies, geborne Klevesal zu Erbach, um Löschung der fraglichen Hy­pothek in den Hofgerichts - Hypothekenbüchern nachge­sucht haben. Da nun von den Imploranten zur Be­gründung des von ihnen vorgebrachten Gesuchs eine Bescheinigung Eines der Erben des Superintendenten Schulz über die bereits erfolgte Abtragung der von diesem entliehenen Kapitalsumme vorgelegt, dagegen aber nicht in genügender Weise nachgezeigt werden konnte, ob und welchem der Schulzischen Erben die fragliche Kapitalschuld bei der Verkeilung des Nach­lasses ihres Erblassers ausschließcnd zugetheilt worden, so werden alle diejenigen, welche gegen die nachge­suchte Löschung der erwähnten Hypothek Einwendun­gen vorbringen zu können glauben, hierdurch ausge­fordert, die ihnen in dieser Hinsicht zustehenden An­sprüche binnen einer Frist von drei Monaten von der Zeit gerechnet, wo diese Bekanntmachung zuerst in öffentlichen Blattern erscheint, durch einen gehörig zu bevollmächtigenden, aus der Zahl der dahiesigen Hof- gerichtsadvocaten zu erwählenden Anwalt geltend zu machen, oder zu erwarten, daß nach sruchtloscm Ab­lauf dieser Frist, ohne Rücksicht hierauf und mit Aus­schluß ihrer etwaigen Einreden wegen Tilgung der constituirten Hypothek das rechtlich geeignete verfugt werden wird.

Beschlossen im Großherzogl. Hessischen für die Provinz Oberhessen angeordncten Hofgericht.

Gießen den 29. Juli 1834.

von Preuschen. Benner.

Bapst.

718) Alle diejenigen, welche Forderungen an den Nachlaß des gestorbenen Schneidermeisters An­dreas Stephan und dessen Wittwe dahier haben, wer­den hierdurch aufgefordert, solche im Termin

Montag den 8. September d. I. dahier anzuzeigen und richtig zu stellen.

Gießen den 4. August 1834.

Großherz. Hess. Stadtgericht. Müller.

683) Alle diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Ansprüche an den Nachlaß der dahier vcr, storbenen Maria Margantha Sauerbier, nachgelassene Tochter des Bäckermeisters Sauerbier zu Butzbach, zu haben vermeinen, werden aufgefordert, solche so ge­wiß bis zum Termin, den 16. August d. I. Vormit­tags bei unterzeichnetem Gericht geltend zu machen, als sonsten darauf keine Rücksicht genommen, und der Nachlaß den sich gemeldet habenden Erben überlassen werden wird. Gießen am 18. Juli 1834.

Großherz. Hess. Stadtgericht.

In Abwesenheit des Dirigenten, Zimmermann.

709) Am 4. Mai d. I. starb dahier der Kauf­mann Heinrich Heckmann. Da die Erben desselben unbekannt sind, so wurde dessen Nachlaß unter ge­richtliche Curatel gestellt, und die unbekannten Erben des Verstorbenen, sowie diejenigen, welche Ansprüche an dessen Nachlaß machen wollen, sind bei Strafe der Ausschließung öffentlich aufgefordert worden, ihre Ansprüche in dem dazu anher bestimmten Termin den 30. Juni d. I. anzumelden. Ter Nachlaß des Ver­storbenen ist immittelst versilbert worden und besteht in 65 fl. 1 fr. 4 Hlr.

Als Erben des Heinrich Heckmann hat sich Nie­mand gemeldet; dagegen sind 1127 fl. Schulden gegen denselben liquidirt worden, unter welchen die Begräb- nißkosten mit 26 fl. 15 fr, sowie p. p. Arzneifosten und endlich Curatel und Gerichtsfosten privilegirt sind.

Um bei dieser Unzulängigfeit der Masse einen förmlichen Concurs abzuwenden, soll unter den sich gemeldet habenden Gläubigern des Gemeinschuldners die Güte versucht werden. Hierzu ist Termin aus hiesi­ges Landgericht auf den 17. Sept. d. I., Morgens 10 Uhr, bestimmt, und die sich bereits gemeldet ha­benden Gläubiger des Gemeinschuldncrs werden auf­gefordert, alsdann persönlich oder durch gehörig Be, vollmächtigte zu erscheinen und auf die ihnen gerichts­seitig vorzulegenden Vorschläge dem Güte-Versuch beizuwohnen, wobei zur Nachricht dient, daß die Nicht­erscheinenden als der Mehrzahl der erscheinenden Gläu­biger beitretend betrachtet werden sollen.

Marburg den 17. Juli 1834.

Kurfürstlich Hessisches Landgericht.

Willens. vdt. Schmidt.

Versteigerungen.

716) Donnerstag den 18. Sept. d. I., Nach­mittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die dem Sattlermeister Ludwig Karl Franz Bleymann dahier zugehörige Hofraithe, als:

10,5 Klftr. Haus mit Hinterbau nebst Grund an Simon Hirschhorn, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen am 1. August 1834.

Großherz. Hess. Stadtgericht.

Müller.

717) Freitag den 15. August d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll das in dem Hausgarten des Gastwirths Büser dahier befindliche Kcgelhaus nebst Zugehör auf den Abbruch nochmals zur Versteigerung gebracht werde«. Gießen den 24. Juli 1834.

Grcßherz. Hess. Stadtgericht.

Müller.

730) Auf freiwilliges Ansuchen des Bürgers und Oeconomen Georg Heinrich Lony dahier, sollen nachstehende demselben zugehörigen Immobilien,

Donnerstag den 21. August d. I., Nachmittags 2 Uhr,