Ausgabe 
3.5.1834
 
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316) Mein in den Neuenbänen stehendes Wohn­haus ist an eine oder zwei Familien zu vermicthcn und alsbald zu beziehen.

Avvocat Mannberger's Wittwe.

Vermischte Nachrichten.

411) Bei Hrn. Kaufmann Jughardt auf dem Markt wohnt von heute an

Philipp Oppermann, Damenfriseur.

423) Da ich das Bürgerrecht dahier erlangt und mich als Schuhmachermeister etablirt habe, so empfehle ich mich meinen geehrten Gönnern und Freunden mit der Versicherung, daß ich alle vorkommende Arbeit nach dem neuesten Geschmack verfertige.

Jacob Dörr, Schuhmachermeister, bei Küfermeister Dörr in den Neuenbauen wohnhaft.

424) Die am 28. April auSgespielten 6 Uhren haben gewonnen: No. 12. 105. 181. 185. 250. 469.

Wilh. Fclsing.

383) Die Leipziger Feuerversicherungs-Anstalt übernimmt Versicherungen auf Gegenstände jeder Art, als: auf Gebäude, Fabrikgeräthschasten, Waaren, Mobilien, Nutz- und Brennholzlager, Vieh, Schiff und Geschirr u. s. w., ausgenommen: baares Geld und Documente. Man kann bei ihr auf alle Zeiten, von 1 Monat bis zu 7 Jahren, versichern. Sie haftet auch für, durch den Blitz verursachte Schäden.

Bisher bewilligte die Leipziger Feuerversicherungs- Anstalt, gleich anderen Versicherungs - Anstalten, denen, welche auf 5 Jahre bei ihr versicherten, bei Vorausbezahlung der Prämie auf die ganze Ver­sicherungszeit, die Freigabe des fünften Jahres, so daß die Prämie nur für 4 Jahre bezahlt wurde. Jetzt Haff sie beschlossen, den vom 1. Juni 1832 an bei ihr auf 5 Jahre Versicherten, außer jenem Freijahre auch noch den halben Antheil an dem jährlichen reinen Ge­winne, welcher auf die fünfjährigen Versicherungen fällt, zu geben, in der Art, daß von dieser Hälfte jedem dieser Versicherten jährlich nach gemachtem Ab­schlüsse Zweidrittheil nach Verhältniß seiner in dem Jahre zur Abrechnung gekommenen Prämie baar aus­bezahlt werden, und Eindrittheil einem zu bildenden Reservefond gutgeschriebeu wird, worüber eine bei jedem Agenten und auf dem Comptoir der Anstalt zu habende Nachricht das Nähere sagt.

Ein jeder auf 5 Jahre Versicherte hat also außer dem Freijahre noch den großen Vortheil, daß er in glücklichen Jahren einen bedeutenden Theil seiner ein­gezahlten Prämie zurück erhält, in unglücklichen aber

nie in den Fall kommen kann, auch nur im mindesten zu den Verlusten etwas anderes beizutragen, als die gezahlte Prämie, da er für keine Nachzahlung sich ver­bindlich -zu machen hat, sondern die Anstalt den bei jedem Abschlüsse sich ergebenden Verlust aus dem Re­servefond und ihren eigenen Mitteln zu tragen sich »er? pflichtet.

Es kann übrigens bei der Leipziger Feuerver­sicherungs-Anstalt auf jede beliebige Zeit versichert wer­den, und wer sich verbindlich macht, auf sieben hinter einander folgende Jahre bei ihr zu versichern, erhält, bei jährlicher Einzahlung der Prämie, das siebente Jahr frei.

Der Plan der Anstalt ist bei dem Unterzeichneten unentgeltlich zu haben, welcher auch die Besorgung der Versicherungs-Aufträge gegen Erstattung des Porto's Übernimmt. Gießen den 16. April 1834.

G. Kraus kopf, Hofgerichts - Advocat.

409) Bei Unterzeichnetem ist eine Auswahl der schönsten Tapetenmuster nach dem neuesten Geschmack angelangt, welche er ihrer billigen Preise wegen sehr empfehlen kann. Mit dieser Anzeige verbindet er auch zugleich die, daß er sein Logis verändert hat, und nunmehr bei Sattlermeister Senner auf dem Selters­wege wohnt. Gießen den 1. Mai 1834.

Joseph Wieser, Tapezier.

422) Ich bin von Frankfurt zurückgekommen und habe die neuesten Moden von Hauben, Hüten, Chemisettchen :c. mitgebracht; wasche auf eine ganz neue Art Stroh- und Bordenhüte; färbe auch Schleier schwarz und grün, und wasche alle Arten Tüll und Blonden zu den billigsten Preisen.

Louise Pauli, Wittwe, wohnhaft bei Hrn. Gebhard in der Sonne.

430) Einem verehrungswürdigen Publicum mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich mich als Bürger und Herrn - Schneidermeister dahier nieder­gelassen habe und bemerke zugleich, daß mein eifrig­stes Bestreben dahin wird gerichtet seyn, mich meinen verehrten Gönnern durch gute Arbeit und pünktliche Bedienung stets zu empfehlen. Meine Wohnung ist bei Hrn. Bäckermeister Wallenfels am Asterweg.

Philipp Becker, Herrn-Schneidermeister.

404) Forte-Piano's von 6 Octaven und saubere Sopha's mit Sprungfedern sind an gute Plätze zu vermiethen und andere Meubles stets zu haben bei

G. Carl Marguth.

420) Kunst - Anzeige.

Ein Portrait-Maler, der sehr glücklich im Treffen ist, empfiehlt sich dem geehrten Publicum Gießen's; er logirt im Gasthause zum Rappen.

Hierzu eine Beilage.