Ausgabe 
12.1.1833
 
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Bekanntmachungen.

1) Die Gesuche hiesiger Armen um Unterstützungen, insbesondere bei der gegenwärtigen Kälte, um Holzkommen so häufig, daß man sich zur schnelleren Beförderung dieser Gesuche zu nach­stehenden Bestimmungen genöthigl gesehen hat.

Die Gesuche um Unterstützungen jeder Art werden an die Bczirkspfleger unmittelbar abge­geben, diese untersuchen die zur Unterstützung des Gesuchten vorgebrachten Umstände und schicken solche mit ihrem Gutachten und Anträgen an den Rechner Lauer, welcher, als Sekretär der Armen- Commission, die Verpflichtung hat, dieselben in ein Erhibitious.Protokoll einzutragen und allenfalls unter Beifügung früherer Arten das Herumtragen zur Abstimmung der Mitglieder der Armen-Commiffion bewirken zu lassen und hierauf das Resiiltat derselben auszuserngen und durch Verabfolgung des Verwilligteu zu vollziehen.

Nur aus solche Ärt angebrachte Gesuche können berücksichtiget werden.

Gießen am 11. Januar 1833.

Die Armen-Comm is sion.

Besondere Bekanntmachungen.

1) Die an die Stadtkasse zu bezahlenden Schul- und Holzgelder für das 4te Quartal 1832 sind binnen 8 Tagen bei Vermeidung gesetzlichen Zwangs zu berichtigen.

Zugleich wird nochmals, mit Bezug auf die deßfallsigen früheren Bekanntmachungen, zur Zah­lung aller sonstigen, ans dem Jahre 1832 noch rückständigen städtischen Gelder, sie mögen Namen haben, wie sie wollen, mit dem Anlügen aufgefor­dert, daß, wenn dieselbe nicht binnen 8 Tagen erfolgt, gegen die Dcbentcn, nach Vorschrift des Gesetzes, unnachsichtlich mit Zwang vorgeschritten werden wird.

Gießen den 7. Januar 1833.

Der Stadtrechner

N e r n.

Versteigerungen.

1) Doma inen-Versteigerungen bei dem R e n t a m t e Gießen.

Die in Rum. 48 u. 49 des Gießer Anzeige­blatts von 1832 angekündigten Domainen-Ver- steigerungen werden mit dem Bemerken hierdurch in Erinnerung gebracht, daß.die Versteigerung in Rödchen, nicht wie in Num. 48 enthalten, den 21. Januar, sondern den 11. Februar 1833, und die Versteigerung in Heuchelheim, nicht wie in Num. 49 angegeben .teil 11., sondern den 13. Fe­bruar 1833 statlfiudet.

Gießen den 10. Dez. 1832.

Schneider, Großh. Rentamtmann.

2) Das im Fernewald aufgearbeitete Ge­hölz, bestehend in Eickien-Scheid-, Prügel-, Stock-, Klotz-Holz, sodann Brand-und Dornwellen, sowie auch Kiefer - und Birken-Stangen, soll Montags den 14. d. an Ort und Stelle öffentlich an den Meistbietenden verweigert und der Anfang Mor­gens 9 Uhr an dem Bruder Winter gemacht wer­den. Gießen den 11. Januar 1833.

Der Bürgermeister: x C. Silbereisen.

3) Frücht- und Heu-Versteigerung bei dem R e n t a m t e Gladenbach.

Mittwoch den 16. Ja mar 1833 Vor­mittags um 10 Uhr werden in dem Gasthaus zum Blankenstein dahier uachbenannte Naturalien öffentlich an den Meistbietenden versteigert, als

30 Malier Korn,

250 " Hccker, und

100 Centner Heu.

Gladenbach den 3. Januar 1833.

Der Großb. Hess. Rentamtmaun v. Gehren.

Feilgebotene Sachen.

1) Eine vorzügliche Glanzwichse, welche dem Leder nicht den geringsten Schaden zusügt, sondern demselben noch Nahrung verschaffe, ver­kaufe ich 3 Schachteln mit einem Gebrauchzettel versehen zu einem guten Groschen.

I. W. Keiper.

2) Ein neuer dauerhafter und schöner Bett­schirm, bequem zusammen zu legen, steht bei Tapezierer Reiber auf dem Kreuz billig zu ver­kaufen.

3) Bei Fuhrmann Philipp Noll auf dem Selteröweg ist ein fettes Schwein zu verkaufen.