97) Ich bin aus meinem Wohnhause auf kein Neuenweg weggezogen und wobne jetzt indem Höstereichischen Hause auf der Mäusburg, wo- seibst ich mein bisheriges Svecerepgeschäft in allen den hierhin eiuschlagenden Artikeln, mit dem Bemerken fortführe, daß auch alle die von Herrn Höstereich geführten Liqucrcn von mir fortgeführt werden, und nach wie vor stets bei mir zu haben sind. Sodann bin ich, durch Veranlassung meiner Woh- nungsveranderung, Willens, mein Wohnhaus auf dem Neuenweg nebst dazu gehörendem Stall mit 2 Böden und Mistenstatte zu verkaufen.
Gießen den 22. Febr. 1833.
L. F. Höstereich, auf der Mäusburg.
125) Ich mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich auch dieses Jahr wieder, wie früher, Strobhüte wasche , und überhaupt nach wie vor mein Putzgeschäft fortführe, und bitte um geneigten Zuspruch. Gießen im Februar 1833.
Auguste Höpfuer, geb. Soldau.
124) Auf dem Dachschieferbruche bei dem Dorfe Sinn, im Herzogthume Nassau, sind stets die besten Schiefersteine, welche in der ganzen Umgebung gebrochen werden, billig zu haben. Ter Bruch liegt eine halbe Stunde unterhalb der Stadt Herborn, und ebenso weit entfernt von der Chaussee nach Marburg, drei Stunden von Gladenbach, und vier Stunden von Wetzlar an der Frankfurter Chaussee.
Diejenigen, welche im Frühjahre Schiefersteine bedürfen, können ihre Bestellungen einschicken, wo solche den Winter über gefördert werden und zur Abholung in Bereitschaft gesetzt werden sollen.
Die Addreffe ist:
An den zweiten Verwalter des Schieferbruchs zu Sinn bei Herborn.
126) Tapeten- Co m m issio n s ge- fchäit. Der vieljährige Betrieb dieses Tapeten« Commissions-Geschäftes hat auch dieses Jahr seinen Fortbestand genommen. Musterkarten reichhaltiger Auswahl der schönsten und neuesten Des- seins, verbunden mit Den billigsten netto Preisansätzen der Fabrike, dürften mir die Aussicht eröffnen, mit recht vielen Aufträgen beehrt zu werden, welche, wie bekannt, schnell nnd pnnktlich besorgen wird nnd bestens empfiehlt
E. C. Balser.
137) Ich zeige hiermit an, daß ich meine bisherige Wohnung verlassen habe und gegenwärtig bei Fuhrmann Gerhard in der Mühlaasse wohne.
Kiefer David Schneider.
120) Dem geehrten Publikum beehre ich mich ergebenst anzuzeigen, daß ich den nächst« kommenden Markt mit wasserdichten Seidenhüten neuester Faaon auf dauerhafte Filze eigener Fabrik, beziehen werde, und empfehle solche im Einzelnen zu den möglichst billigen Preisen. Auch füge ich die Versicherung hinzu, daß ich alle werthe Aufträge zur Zufriedenheit meiner geehrten Abnehmer vollziehen werde.
Offenbach den 24. Februar 1833.
A. L. Brauer, Seidenhut- Fabrikant.
Logirt bei Magnus Schwan im Hirsch.
118) Der Unterzeichnete beehrt sich, einem geehrten Publikum ergebenst anzuzeigen, daß künftigen Sonntag den 10. Marz unter seiner Leitung eine große Tanzrepetition Statt finden wird. Der An'ang ist Abends um 7 Uhr. Die Probe, welche der Nepetition am 3. d. M. vorangeht, beginnt um 4 Uhr Nachmittags. Das Lokal ist im Gasthaus zum Einhorn.
Christian Schnecko, Tanzlehrer.
108) Mich stützend auf das Zutrauen, welches mir bisher in so vollem Maße zu Theil wurde, glaube ich, nicht verfehlen zu dürfen, auch dieses Jahr, bei heraiinahendcm Frühlinge, zur gehorsamsten Anzeige zu bringen, daß ich mich wie früher, dem Geschäfte des Waschens von Damen-Strohhüteii rind auf Verlangen denselben die beliebigsten und neuesten Fa-wns zu geben, unterziehe. Je früher ich mich mit Aufträgen beehrt sehen werde, desto bälder werde ich den Wünschen meiner verehrten Gönner zu entsprechen im Stande seyn.
Gießen im Februar 1833.
Henriette Heß.
123) Bei unserer Abreise von hier nach Amerika, wünschen wir unseren Verwandten, Freunden, Bekannten und — Feinden, von welchen Letzteren wir, jedoch ganz ohne Verschulden, leider sehr vielehatten, alles Gute, mit der Bitte: uns auch jenseits des Meeres in stetem Andenken zu erhalten.
Gießen den 26. Febr. 1833.
Christian Korndörffer.
Caroline Korndörffer, geb. Franz.


