289
i
und vorzüglich in den letzten Monaten, so starke Zubestellungen erhalten, wie noch nie der Fall Aar. Es erscheint auch tm kommenden 5«hre fortwährend in klein Folio kästltch als Abend- blatt, und giebt als solches schon die Nachnch, ten, welche am nämlichen Tage bier eingetroffen ,1nd Eine des Morgens erscheinende Beilage flieht das Neueste, was die Abendposten mitbriugen. Wer sich also darauf für das nut dem ersten Januar beginnende neue Halbjahr noch zu abonnuen aedenkt, beliebe seine Anbestellung in Zeiten bei bem Postamte seines Wohnorts, oder des ihm »»nächstliegenden, zu bewerkstelligen. Der äußerst geringe Preis für sammtliche Blatter bleibt, ohn- erachtet der Vergrößerung des Formats, der bisherige, nämlich 4 st. halbjährlich, wofür es von hiesiger Wohllöbl. Fürstlich Thurn und Tarlschen Obcrpostamts-Zeitungs-Expedition den löblichen Postämtern erlaffen wird, und von welch Letzter» man sich einen mäßigen Aufschlag wird gefallen lassen. Insertionen jeder Art kostet die Zeile 6 Kr. aus Petit-Schrift, aus größerer verhalt- nißmaßig mehr. ,
Frankfurt am Main, im Dez. 1832.
p- Die Expedition des Frankfurter Journals.
2) Einige Tausend Gulden sind in hiesige Stadt oder deren nächste Umgebung im Ganzen oder in einzelnen Theilen, jedoch nicht unter 500 st., auözuleihen. Die Expedition ertheilt nähere Auskunft.
3) Anzeige für Auswanderer nach Amerika.
Die Herren Westhoff u. Meier in Bremen haben- neben ihrem Eommissions-Geschaft auch ein Expeditions-Bureau für Auswanderer nach Amerika errichtet.
Diejenigen Personen, welche gesonnen sind, nach Amerika überzuziehen, und durch Vermitte- lung obiger Herren Plätze in guten Schiffen zu günstigen Bedingungen besorgt zu haben wünschen, erhalten auf mündliche oder portofreie schriftliche Anfrage nähere Auskunft bei
Louis Labrvisse ‘ in Gießen.
4) 180 st. Vormunds-Gelder liegen gegen gerichtliche Sicherheit und 5 Prozent Zinsen, in hiesige Stadt zum Ausleihen bereit. Das Nähere bei Ferber, im Hessischen Hof.
5) Compagnie royale
in Paris.
Königliche Assekuranz-Compagnie gegen Brandschaden.
Die Compagnie royale versichert gegen Feuersbrünste die beweglichen und unbeweglichen Güter, wobei noch zu bemerken ist, daß die Compagnie nicht nur das Eigenthum gegen gewöhnliche Feuersbrünste versicherr, sondern solches auch gegen das Feuer des Himmels und den Schaden schützet, welchen dasselbe anrichtet, wenn auch keine Feuersbrunst daraus entstehet. Wenn ferner von der Compagnie versicherte Gebäude auf Befehl der Behörde, um dem Fortsckreiten des Feuers Einhalt zu thun, beschädigt oder eingerissen werden, so vergütet die Compagnie royaie den Schaden, als wenn wirklich eine Feuersbrunst Statt gehabt hatte. Wenn das Feuer eines von der Compagnie versickerten Gebäudes fick andern , ebenfalls von derselben versicherten Gebäuden miktheilt, so verzichtet die Compagnie auf ihren Regreß an die Eigenthümer der Gebäude, welche das Feuer mitgetheilt haben.
Der aufdie Gesetze gegründete Assekuranz-Vertrag ist klar und deutlich abgefaßt. Weit entfernt, die Anordnungen desselben einznsckränrcn, har die Compagnie royale sich zur Pflicht gemacht, dieselben auszudehnen, um dadurch die Versicherten mit ihren Verbindlichkeiten und Rechten genau bekannt zu machen. Sie hat sich auch besonders bemüht, solchen Bedingungen auszuweichen, wodurch für die Versicherten Verlegenheiten oder Prozesse entstehen könnten.
Diejenigen Personen, welche geneigt sind, sich bei dieser wohlthätigen Anstalt gegen Verheerungen des Feuers ihr Vermögen versichern zu lassen, sind gebeten, gefälligst ihre Anmeldungen im Gasthaus zum Rappen oder bei Herrn Tapezierer Reiber zu machen, wo alsdann bei mehreren Anmeldungen die Aufnahmen werden vorgc- nommen.
Im Namen der Königl. Franz. Affekuraiiz- Compagnie contre l’incentiie et surla vie, der Haupt-Agent in Friedberg,
Ehr. Hecht.
6) Den zweiten Christfeiertag ist Ball mit Entree, und den 27. Dezember Harmonie-Musik im Buschischen Garten.
7) Es werden einige Theilnehmer zmn Frankfurter Journal gesucht von Ziungießer Heinrich Rauch.


