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Bekanntmachung.

Versteigerungen.

1) Indem inan hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß das Geschästs-Local des unterzeichneten Gerichts nunmehr in der obern Etage des ehemaligen Regierungs-Gebäudes sich befindet, bemerkt man, daß man für nöthig be­funden hat, anzuordnen, daß dftsenigen, welche bei dem unterzeichneten Gerichte zu thun haben, sich der auf dem linken Flügel des Gebäudes be­findlichen Treppe, zu welcher man durch den Hof gelangt, bedienen.

Zugleich wird mit Bezugnahme auf die Be­kanntmachung vom 17. Januar d. I. in Erinne­rung gebracht, daß

I. Mittwochs, Freitags und Sam­stags, welche Tage zu Untersuchungen und aus­wärtigen Geschäften bestimmt sind, ohne beson­dere Vorladung Niemand angenommen wird, es wäre denn, daß besondere Umstände schleu- «iges gerichtliches Einschreiten erheischen;

II. für Prozeßsachen die früheren Gerichts­tage, Montag und Donnerstag, verbleiben, wobei bemerkt wird, daß an diesen Tagen nur Nachmittags nicht Vorgeladene ange­nommen werden können;

III. der Dienstag ausschließlich für die Geschäfte der freiwilligen Gerichtsbarkeit und zum Anrufen bestimmt ist, und endlich

IV. die Gerichtsuntergebcnen sich angelegen seyn lassen, immer zur bestimmten Terminsstunde zu erscheinen.

Gießen den 8. November 1832.

Großh. Hess. Stadtgericht daselbst.

M ü l l e r.

Ediktalladung.

1) Zur Richtigstellung der Verlassenschaft des dahier verstorbenen Emil Wallenfels, Sohn des Jacob Wallenfels, werden dessen etwaige Gläu­biger ausgefordert, ihre Ansprüche tut Termin Donnerstag den 15. Nov. d. I. Vormittags anzugeben, gegenfalls sich dieselben die sie treffen­den Nachtbeile selbst beizumeffen haben.

Gießen den 30. October 1832.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht.

Müller.

1) Versteigerung von Gefütter. Jeden Samstag Nachmittag um 2 Uhr werden die in Heeld, Spreu rc. bestehenden Abfälle, welche sich im Verlaufe einer Woche ergeben, in der herrschaftlichen Zehndschcune hinter der eheina, ligcn Hauptwache, gegen gleich baare Bezahlung, versteigert.

Gießen den 2. November 1832.

Großherz. Rentamt. Schneider.

2) Montags den 19. November Nachmittags 2 Uhr soll auf dahiesigem Rathhaus die Lieferung von 90 Mökt vorjährigen marktreinen Hafers an den Wenigstfordernden öffentlich versteigert werden.

Gießen den 29. October 1832.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht.

Müller.

3) Da der Rathhauskeller wieder auf 6 Jahre in Pacht gegeben werden soll; so wird der Termin hierzu auf Samstag den 17. d. M. Vormittags 10 Uhr festgesetzt.

Gießen den 9. November 1832.

Der Bürgermeister: C. Silbereisen.

4) Künftigen Mittwoch als den 14. d. M., Mittags um 2 Uhr, wird in meiner Wohnungin Nr. 5 auf dem Markt eine Anzahl meistens theo­logischer und philologischer Bücher, worunter sich aucb einige Hefte befinden, öffentlich an dell Meistbietenden versteigert werden. Das Verzcich- niß derselben ist von heute an bei dem Unter­zeichneten einzuseben.

Gießen im November 1832.

Ehr. Ph. Vogel.

5) Blumenzwiebel-Versteigerung.

Donnerstag den 15. d. M., Nachmittags von 2 Uhr an, sollen in dem Gasthausc zum Schwanen dahier eine Parthie ächt holländische Blumenzwie­bel, als: gefüllte und einfache Hpacinthen, Ta- zetten, Narcissen, Junquillen, Tulpen, Duc v. Toll, Crocus, Annemonien, Amarillis :c. öffentlich meistbietend gegen gleich baare Bezah­lung verkauft werden. Die Zwiebel bestehen thcils in Sorten mit Namen, theils im Rummel, und eignen sich daher sowohl für Töpfe und Gläser, als auch zur Gartenflur.