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liche Befreiung in Anspruch nehmen, es sich selbst zuzuschrciben, wenn auf ihre verspäteten Protcsta- tl'onen keine Rnckstcbt mehr genommen werden kann.
Auch ist in hiesiger Stadt bier und da die Ansicht laut geworden, als scy die unterzeichnete Behörde verbunden, die Verlegung der Natural- einqnartieruiig in Kostbäuscr auf das Begehren der Quartierträger zu realisiren. Man muß aber hierbei bemerken, daß eine solche Dislocation, wenn sie von hieraus vorgenommen wird, als eine bloße Gefälligkeit zu betrachten ist, die man nach Kräften verwirklichen wird.
Um jeooch den Quartierträgern kn dieser Hinsicht die Last der Einquartierung zu erleichtern, wird zur Kenntniß des Publikums gebracht, daß man die Verlegung der Soldaten nur dann vornehmen kann, wenn dieselbe einige Tage vor dem Einrücken der Truppen schriftlich angezcigt wird.
Gießen den 1. Tecbr. 1831.
Der Bürgermeister
C. S i l b e r e i s e n.
3) Die städtischen Erbleibmühlen, die neuerdings unter vorteilhaften Einrichtungen auf weitere sechs Jabre verpachtet worden, sind „unmehr nach Vornahme bedeutender Meliorationen in einem solchen Zustande, daß sie den Bedürfnissen der hiesigen Einwohner in jeder Hinsicht entsprechen können.
Indem der Stadtvorstand dieß zur allgemeinen Kenntniß bringt, glaubt er erwarten zu dürfen, daß man sich vorzugsweise dieser Mühlen, in denen einschließlich des Abgangs und Staubs von 10 Pfund Mehl nur ein Pfund und von 20 Pfund Malz und Schrot ebenfalls nur ein Pfund Mahllohn den Mahlgästen abgefordert werden darf, bedienen wird.
Der Wohlstand der Beständer wird gesichert werden und ihr redliches Durchkommen, welches im Interesse der Commune liegt, steht dann nicht zu bezweifeln.
Gießen den 1. December 1831.
Die Bürgermeisterei) dahier.
C. Silbe reisen. Versteigerungen.
1) Montags den 5. December d. I. Vormittags 10 Uhr soll in hiesigem Hospital die Lieferung des Bedarfs an warmen Speisen, Brod, Brenn- öhl und Talglichtcrn für das nächste Jahr an die Wcnigstfordernden versteigert werden.
Gießen den 30. Novemb. 1831.
Ter Rechner
Lauer.
2) Das dem Schlossermeister Philipp Schaan- mann dahier zugehörige Wohnhaus mit Mistenstätte neben Kaspar Bader in der Flügelsgasse soll
Montags den 2. Jänner 1832 Nachmittags 2 Uhr auf dahiesigem Rathhause an den Meistbietenden versteigert werden.
Gießen den 17. November 1831.
Großherzogl. Hess. Stadtgericht.
M ü l l e r.
3) Das dem Burger und Wagnermeister Andreas Loos zugehörige Wohnhaus nebst Grund und Hausgärtchen an der Superintcndentur hinter der Kirche, soll Montags den 16. Januar 1832 Nachmittags 2 Uhr auf dahiesigem Rathhaus an den Meistbietenden versteigert werden.
Gießen am 1. Dec. 1831.
Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Müller.
4) Nachstehende, von dem Fuhrmann Ludwig Müller Phil. S. dahier hinterlassene Immobilien, sollen
Donnerstags den 8. Dec. d. I. Nachmittags 2 Uhr nochmalen zur Versteigerung gebracht werden, als
221, Klftr.65 Rth. 6 Seb. Wohnhaus, Scheuer, 2 Viehställe, Scbweinstall und Himergarten in der Saudgasse an Job. Melchior Noll, gibt 21 fr. 2 pf. Zins in Kirchenkasten.
81,1 Klftr. 24 Rth. 4 Sch. Garten am Hamm, gibt 5 Alb. 4 pf. Zins zur Univers.
307,8 Klftr. HO Rth. 6 Sch. Wiese am Erd, kauterweg anJoh.Phil.Rciber, gibtLKpf.lMs. Korn, 2Kpf. 1 Es. 3 Ms. Hafer zur Rentei.
310,5 Klftr. 94 Rth. 10 Sch. Acker auf dem Barresgraben im Cent an Phil.MalkomcsiuS, gibt 6 Mcste 22/3 @ef. partim in Kasten.
322,9 Klftr. 95 Rth. 6 Sch. Acker am Wismarerweg an Joh. Balth. Noll, gibt 1 Kpf. 1 Ms. 1 Gs. Hafer unständig zur Kellerei.
44,4 Klftr. 13 Rth. 2 Sch. Acker das. an Phil Christian Burkhard.
431,5 Klftr. 127 Rth. 9 Sch. Wiese, jetzt Acker, an Heinrich Noll in den großen Weiden, welches mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß, wenn auf die Hofraithe im Ganzen abermals kein Gebot geschieht, dieselbe im Einzelnen auf 6 Jahre verpachtet werden soll.
Gießen den 1. Tecbr. 1831.
Großherzogl. Hess. Stadtgericht.
M ü l l e r.
5) Dienstags den 6. December Vormittags 10 Uhr wird der dem Herrn 6. Busch zustehende


