Ausgabe 
20.3.1830
 
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fea feiner Anstalt der Art in unferm Lande an Solidität irachsteht, und ich schmeichele mir, daß der künftige Vorste­her in seiner Stellung als alleiniger Be­sitzer dieses Geschäfts manche Ersparnis,e eintreten lassen kann und wird, welche den Directoren anderer Mitanstalten des Großherzogthums nicht möglich werden, und der hiesigen Anstalt daher den Vorzug vor diesen gewähren.

Indem ich daher meinen Mitbürgern der Provinz Oberhessen meinen herzl. Dank für das Zutrauen abstatte, welches der hiesigen Mitanstalt für die Provinz Ober­heffen in so reichem Maase stets wurde, bitte ich dasselbe aus meinen würdigen Nach­folger zu übertragen, der es sich stets zur Pflicht gemacht hat, und auch künftig zur Pflicht machen wird, das Interesse der Vertretenen in jeder Art und Weise zu wahren und der wie bisher mit Umsicht u. Thätigkeit die Ehre und Würde des In­stituts zu erhalten wissen wird.

Giessen den 1. Januar 1830. Joh. Balth. Noll.

Vorstehender Bekanntmachung des Herrn Joh. Balth. Noll dahier füge ich noch hinzu, daß die hiesige Militärvertretungs- Gesellschast pro 1830 und die folgenden Jahre nach den bereits bekannt gemachten Statuten ununterbrochen sortbesteht und sich einer sehr bedeutenden Ausdehnung be­reits erfreut. Zur Erleichterung der Ko­sten bezahle ich auS meinem Sack vorläu­fig alle Druckkosten, Schreibmaterialien und das Porto, w o d u r ch eine nicht unbedeutende Ersparnis ein tre­ten wird. Auch habe ich die Einrich­tung getroffen, daß diejenigen Mitglie­

der der Gesellschaft, welche nach der Zie­hung vor dem 21. Jahre heurathen wollen, u.das beim Eintritt in die Gesellschaft er­küren, gegen die Einlage von 3 ft. in eine deßfallsige besondere Vertretungö - Lasse, den nöthigen Wartmann erhalten.

Giessen den 17. März 1830.

C. Trap p. 1. Hofgerichts-Advocat.

3) Im Monat Juli v. I. erhielte ich auf An­suchen, von Groschl. Polizeideputation dah.die Erlaubuiß einen Brunnen auf hiesigem Schieß- hausr anlegen zu dürfen. Da ich es nicht allein war, svildern noch mehrere Bürger Giesens, die solches wünschten, und sich erklärten, einen Beitrag hierzu zu geben; so wurde von mir Unterzeichnetem (durch Aurathen Anderer) der hiesige S.hileioermeistcr Schaab beauftragt, diejenigen aufzüzeiehnen, welche einen Beitrag zu diesem Brunnen leisten wollten.

Der Schneider Schaab zeichnete nicht nur die Namen Derjenigen auf, sondern nahm auch von denselben die Beiträge ein, welche 19 ft. 35 V fr. betragen. Da er das Geld nicht an mich ablieferte; so verklagte ich ihn bei dem Gr. Stadtgericht dahier, es war aber von dem­selben nichts zu erhalten, und ich mußte auch noch die Gerichtskosten mit 3 ft. bezahlen.

Ich mache dieses zu meiner Rechtferti­gung hierdurch bekannt, und warne diejenigen, welche nach ber Liste mit ihren Beiträgen noch offen stehn, etwas au den Schneidermeister Schaab zu bezahlen.

Giessen den 18 März 1830.

Kraus im Schießhaus.

GottcsAiensDam 21. Maori-

In der evangelischen Kirche. Morgens Herr Jnspector Engel. Nachmittags Herr Kandidat Mauchot, aus Friedberg. (Probe­predigt. )

Sonntag den 21 . Mürz haben das Frischbackendie Bäckermeister: Balthasar Wei- dig in der Neustadt, Christian Jugard in der Wallthorstraße, Heinrich Noll im Seern, u. Philipp Lampus auf dem Kreuz.

Redaeteur und Verleger: Buchdrucker B r ü h l.