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insse der Natur u. Kunst aus der Stadt Giessen nachdem Königreich Baiern und Würtem- berg, ist daö Großhl. Nebenzollamt zu Giessen ermächtigt worden, welches hierdurch zur allgemeinen Kcmttniß gebracht wird.
Giessen den 2. Februar 1830.
Die Bürgermeisterei) das. M. S ch ne i d e r.
2) D i e Errichtung eines Denk- mals für den verstorbenen Medici »alrath Dr. Wortmann bctr.
3ii Gemäßheit der öffentlichen Bekanntmachung vom 18. Novbr. 1828, wurdeam 4ten Juny desselben 'Jahres zur Wahl eines neuen Ausschußes geschritten und Unterzeichneter zum Dirigenten desselben bestimmt. Aus der Bekanntmachung vom litten Novbx. 1828 werden die verehrten Herrn Subscribcnteu sich zu erinnern belieben , daß die Leitung des Wassers, aus dem Anucrödcr Bruuneu, ssu- berttts-Brunnen, Meister-und Fürstenbrun- »en, mit unscrm disponiblen Fonds nicht ans- gefuhrt werden konnte und es bestand daher die nächste Aufgabe welche der neue Ausschuß zu lösen hatte, ohne Zweifel darin, einen Plan zu verfolgen, .welcher mit den Wünschen derSnbscrlbentrn und mit den Kräften unserer Caste, im Einklang stehe. Nach statt gefundener Beratlung, wurde die Leitung der sogenannten Jugardiö-Qnette auf dem Selzersberg in Aussicht genommen und um zedc ttebereilung zu vcrniriden, mit Sachverständigen, in näheres Benehmen getreten.
Der Ausschuß ließ zuerst die Mächtigkeit der Quelle, durch den Herrn Bcrggcschwo- ncn Storch von Friedberg, bergmännisch untersuchen und als dessen Gutachten ein günstiges Resultat versprach, so wurden nicht nur die Bestandtheile der Quelle von Herrn l»r. Mettenheimer chemisch untersucht," sondern auch die Bestandtheile der beliebtesten Brunnen hiesiger Stad't, mit denen der Ju- gards- Quelle verglichen.
Obgleich das Resultat, welches diese ttn- ttrsnchnug und Vergleichung lieferte, zu Gunsten der Iugardts- Quelle ansfiel, so
glaubte heunoch der Ausschuß noch weiter gehen und eine Bcurthcilung der Ingardts- Quelle, in diätetischer Hinsicht, von der löblichen medicinischcu Facultät dahier, ciuho- lcn zu müsse».
Wenn nun das Gutachten der medici- nischcn facultät, wclelies nebst sämmtlichcn Acten bei Unterzeichnetem eingesehcn werden kann, stell also wörtlich ansspricht:
„ Es kann also keinem Zweifel unterliegen „ daß der Jugardtö-Brnnncn ein in jeder „Hinsicht gutes Wasser liefert, ,, welches vollkommen zu diätetischem ,, und ökonomischem Gebrauch dient"
so werden die verehrten Herrn Subscriben- ten die Überzeugung gewinnen , daß der von dem Ausschuß ins Auge gefaßte Plan, einer weiteren Verfolgung werth scy.
Aus diesem Grund hat der Ausschuß einen Sachverständigen ersucht, ein Gutachten über die Ausführung des Werks nebst Kosten- Überschlag zu entwerfen und inan hoffet denselben noch vor Eintritt des Frühjahrs den Interessenten zur Genehmigung vorlegen zu können. Wegen oben erwähnter Procedurc» ist einige Zeit verloren gegangen allein da nach dem Gutachten von Sachverständigen, tm verwichenc» ungünstigen Sommer, an eine Ausführnng des Werks nicht zu denken war, so ist dieser Verzug ohne Bedeutung geblieben.
Durch die bergniännischen Untcrsuchun- gen sind einige Kosten entstanden, der Ausfall ist aber durch Zinsen der Eapitalien nicht nur wieder gedeckt, sondern der Fonds der nach Abzug der incri'giblen Posten, in 1384 ff. 29 kr. bestand, hat sich sogar auf 1456 fl. 45 kr., einschließlich der, auf 57 fl. 6 kr. sicher eingehenden Ausstände, vermehrt.
Der bisherige Rechner, Herrn. Kaufmann Pistor ist gestorben und der Ausschuß hat dcßhalb nunmehr das Grsellschafts - Vermögen dem Herrn Hofgcrichtö-Advokaten Faber behändigt.
Der Ausschuß hofft daß mit der vorham dencu Summe rin Denkmal gegründet werden könne, das die Liebe und Ächtung gegen


