Ausgabe 
3.7.1830
 
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fiit die bekannten Gläubiger vertheilt werden wird. Giessen den 16. Juni 1830.

Großhzl. Hess. Stadtgericht.

M ü l l e r.

3) Da die beiden Johann Martin W e i tz e l i sch e n S ö hl, e von E ck z e l l, hiesigen Landgerichts, Johann Heinrich und Nicolaus Weitzel, jener 1752. und die­ser 1760. geboren, schon seit langer Zeit, ohne etwas von sich hören zu lassen, abiveiend sind, und letzterer in Kopenhagen gestorben seyn soll, ihre nächste Verwandten zu Griesheim bei Darmstadt aber nm Aushändigung des Ersten in 66 fl. 24 % fr. Capital bestehenden elter­lichen Vermögens gegen Caution angestaubt» haben; so werden hiermit beide gedachte Brü­der, oder deren etwaige Leibeserben aufgefor­dert , binnen 3 Monaten sich zur Empfang­nahme obigen Vermögens um so gewisser da­hier zu melden und ihre Erbansprnche daran geltend zu mache», als dasselbe sonst an die ausgetretenen Vcrwandren rechtlicher Ordnung nach abgeliefert werden wird.

Nidda den 11. Junius 1830.

Großherz. Hess. Landgericht das. Langsdorfs. Leichtlein.

V f r ö teig tt u n g t n.

1) Das nachstehende, den Görg Dietrich Müllers Erben dahier zugehörige Grundstück, als:

435,9 Rlftr. 128 Nth. 14 Sch. Acker­nder dem Erofdorfer Weg an Je­remias Müller

soll auf freiwilliges Anstehcn derselben Montags den 5. Jnly d. I.

Nachmittags 2 Uhr auf dahiestgem Nathhaus öffentlich an den Mcistbictcndcn versteigert werden. Giessen den 17. Juni 1830.

Großhcrzoglich Hess. Stadtgericht. Müller.

2) Fruchtverstcigcrung bei dem Rentamt Giessen. Montag den 12. Jnly Vormittags 9 Uhr werden die Reste der herr­schaftlichen Früchte vom Jahr 1829, bestehend in etwa 360 Malter Korn, 60 Malter Gerste und 140 Malter Hafer, unter den bekannten Bedingungen versteigt.

Auf die Gerste können Ökonomen, zum Behuf des Schrotens für das Vieh, besonders reflectiren. Giessen den 22. Juni 1830.

Der Rentamtmann Schneider.

Vksanvere Vekannlmacliung.

1) Auf hohe Verfügung Großhcrzoglich Hess. Regierung dahier, wird hierdurch zu je­dermanns Kenntniß gebracht, daß den fremden Crämern und Handwerkern gestattet worden, auf den hiesigen Jahrmärkten eben so früh wie die hiesigen ihre Buden aufznschlagen, und ihre Waaren zum Verkaufe auSzulegen, daß dem­nach die seither gegen die fremden Verkäufer stattgefuudene Beschränkung aufgehoben worden sey. Giessen den 18., Juny 1830.

Die Bürgermeisterei das. M. Schneider.

dFt i I g r t, o t r » r Saclirn.

1) Ich wollte nicht verfehlen einem ver­ehrten Publicum meine Niederlage von Tafel­wachslichtern, 6tcr und Ster per Pfv., Wachs- ßöcke % V* und ya Ptd., und Ehaiscnlichrer rc. zur gegenwärtigen Illumination zu empfeh­len, welche ganz und getheilt zu den billig­sten Preisen abgegeben werden, bei

Moritz H öpfner.

2) Bei dem Seiler Franck sind Pechfackeln das Stück 20 und 24 fr., und Pechkränze zu haben.

3) Zwei sehr schöne Laurusdinus-Bäume welche sich sehr gut zu Jlluminationö - Verzie­rungen eignen, sind billig zu verkaufen, bei

D. Kilian.

4) Bei D. Kilian können noch Jllumina- tionslämpchen billig gefüllt werden.

5) Literar ischc Anzeige.

Bei Hoffmann u. Eampe in Ham­burg ist so eben erschienen:

Historische, geographische und politische Beschreibung von Algier, mit einer Karte und einem Plane der Stadt

Algier und deren Umgebungen.

Preis 27 fr.

Bei dem hohen Interesse, welches die Französische Erpedition gegen Algier erweckt, dürfte diese furze, aber bündige und gründli­che Beschreibung der geographischen und poli­tischen Lage, dieses Raubstaates, nebst einer gedrängten Übersicht seiner Geschichte und der früheren Erpeditionen gegen denselben, dem Publifum willkommen seyn. Die bcigefügte Karte und der Plan von Algier sind nach den besten Zeichnungen entworfen.

G. Fr, Heyer, Sohn.