Ausgabe 
18.2.1826
 
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. 2) Nm jedoch dw mulaudische Im DuMe zu beleben/ und den minder vermö- genden Fabrikanten den Absatz ihrer Waa- >ren so viel thunlich zu erleichtern, üt von der höchsten Staatsbehörde verordnet wor- den, daß diejenigen Uirtetthaueu, welche mir Lemwand, Strümpfen, sowie mit Kap- Pen und groben wollenen Teppichen häufst een, sobald sie sich durch ortövorständliche Zeugnrche ausweisen, daß sie die erwähnten Artikel selbst en verfertigen, von der Zahlung -es für andere Hausirer zu fl 12. normirten C onee ssio ns g e ld e s befreit sepn sollen, und denjenigen Indivst -uen, welche mit dergleichen Gegenständen hausiren wollen, sollen nach Vorlage der erforderlichen At te sta tro ne n die nöthst gen Hausirpatente auf unbestimmte Zeit und eruf Wohlverhalteu des Inhabers, gegen sein für allemalige Zahlung eines Stempel- bogens zu SO kr. ertheilt werden.

3) Es behält bey der bisherigen Einrichtung, wornach die Provinzial-Re­gierungen ermächtigt waren , die Hausirer mit Kramwaaren von ganz geringem Belang, als Besenbinder, Korbnracher, Zunder-und Schwefelholzhändler, Juden die nur rnit Bändern, Schnur und Feuersteinen hand- len u. f. w. gegen einmalige Erlegung ei­nes Stempelbogens zu 30 kr. Patente auf unbestimmte Zeit und auf Wohlverhalten zu crtheilen, ferner sein Bewenden.

Wiederholt wird hierbei) eingeschärft, wie von Ertheilttng ganz a b g a b e n- fre ie r Patente in keinem Fall mehr die Rede seyn kann.

4) Eben solche Patente, wie suh 5. erwähnt worden ist, sollen auch nach Befin­den der einberichteten Unrstände die Hausirer mit irrdenem Geschirr von geringem Belang erhalten. >

5) Der Handel mit Vietualien bleikt, wie zeither, von der Beschränkung einer C o n c e s s i o n s a u s l ö s u n g befreit, und gehören in diese Categ orie nament­lich Gemüse, frisches und dürres Obst, But-

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, Käse, Servelatwürste, Gcflnr gel, Wlldprett, frische Fische, Krebse und Eher und an den Orten, wo es nicht durch Backerzunjre und die in den Zunfcbriefen ent­haltenen Artrckel verboten ist, auch Brod, Wecke und Lebkuchen.

Alle Unterrhancn welche Hausirhandel der m sub 1. 2. 3. und 4. erwähnten Art treiben wollen, und die hierzu erforderliche Eoneessionen noch nicht besitzen, sind angewiesen um deren Ertheilrmg binnen Mo- narstrist um so gewisser sich bey Großherzog- lrcher Negierung anzumeldeu als ihnen sonst der Fortbetrieb ihres Handels bey Vcrmei- dmrg -er gesetzlichen Strafe untersagt wer- derr wird.

Vorstehende höchste Verordnung wird Hierdurch zur Nachricht und Nachachtung ho­hen Auftrags zufolge, bekannt gemacht.

Giessen den 1-6. Febr. 1826.

Großherzogl. Bürgermeisterey das.

16) Meine r68p. Gönner und Gartcn- fteunde benachrichtige ich hierdurch, daß alle Sorten Garten-Sämereien ächt und frisch bei mir wieder zu haben sind. Ein S ämerei - Verzeichnis ist bei nrir gratis zu bekommerr.

Johann eS N icola i.

17) Sam er eyen - Handels- An zeige. Der Auterzeichnete glaubt auch für dieses Jahr, einem verehrten Publicum seine schon früher bekannten von allen Arten, G e m ü s - V l n m e n - und Fel dsamo r e y e n, achter Qua­litäten, welche jährlich immer frisch bey ihm zu haben sind, anempfehlen i» müßen. Bemerkt zugleich, daß sowohl die vorzüglichsten Arten von Samereyen wie die mannigfachsten Verschiedenhei­ten derselben, in einem bey ihm zu ha­benden gedruckten Preis - Verzeichnisse semer Samereyen, ersehen werden fön; nen. Giessen den 16. Febr. 1826.

KasparGeorg, Gärtner, wohnhaft in der Neustadt Nr. 577.

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