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Bekanntmachungen.

1) Verp ach Lungs - An zeige. Das künftigen Petritag 1824 leihfällige herrschaftliche Hofgut zu Bellersheim, die Murelbnrg genannt, an Ackerland, Wie/ sen und Garten circa 600 Morgen ent/ Haltend, nebst den dazu gehörigen, ge- räumigen, mit einer Ringmauer umge/ Lenen Gebäuden, wozu noch vor der Erndte künftigen Jahres eine große Scheuer erbaut werden wird, soll Mon- tags den 15ten December d. I. von dem Unterzeichneten , jedoch salva ratillca«. tione clementissima und unter dem U)Ct/ tern Vorbehalt der Wahl unter den Zwei Letztbieteudcn auf 9 bis 12 Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpacht tet werden.

Diesem Gute werden ferner berge/ geben 55.£ Marken Holz aus dem sehr beträchtlichen Bettersheimer Markwalde, die Mastbenutzuug, die Schaaf/ und Pferchgerechrigteit an der von den 5 Bur/ gen zu Bellersheim zrr haltenden Heerde, wozu diesseits 150 Stück getrieben wer/ Len können, und cuökich die sogenannte' kalte Wiese bei Münzenberg und die un/ tere Pfaunwiefe bei Hungen.

Zu gleicher Zeit sott das ebenfalls zu Bellersheim gelegene circa 34O Morr gen Ackerland und Wiesen haltende alt/ herrschaftliche Gut nebst der dazu geho/ rigen Schäferei von ohngefähr 4OO Srück, dem Pferch und den auf dieses Gut fal/ Lenden Holzmarken und der Mastbenur Hung, auf9 bis 12Jahre in Pacht ge/ geben werden, und behält man sich vor, Liese Heiden Güter entweder einzeln oder zusammen, dem Gebote anszusetzen. Im lletzteru Fall sott die zu Bellersheim be/ südliche herrschaftliche Zehutscheuer und Las Speichergebäude mit verpachtet wer/ Len.

Pachtliebhaber, die gehörige Can- Aon leisten und sich als erfahrne Oeco/ nomen tegitimiren können, belieben sich «n dem bestimmten Tage, Vormittags

10 Uhr, in der Renteistube zu Hunaen einzufiuden, wo sie die nähern Bedin­gungen , deren Mittheiluug auf Verlan­gen auch früher geschehen kann, ver­nehmen und ihre Gebote zu Protvcott geben können.

Hungen, den Iten Nov. 1825.

In Auftrag Fürstl. Nentkammer.

Sch io sser, Kammerrath.

2) Das dem Emanuel Ohr dahier zustehende halbe Wohnhaus, nebst Stal­lung und Hintergarten, an Joh. Mel­chior Stohr, sodann 62,8 Klftr. Garten auf der weiffen Erde, an Andreas Ste­phan, giebt 7 Alb. 7 Pfenn. Zins der Universität und ist zehnrfrei, sollen

Mittwoch den I0teu Dec. L I.

Nachmittags 2 Uhr auf dem Nathhause öffentlich meistbie­tend versteigert werden.

Giessen den 23ten Oct 1825.

Der Stadtgerichts / Assessor

F. W i u h e i m.

5) Nachdem Andreas Lony's Wittw» dahier sich entschlossen , ihr £ WohnhauS an Georg Heinrich Lony , bestehend in 1 Stube im ersten und 1 Stube im 2ren Stocke, 2Dachkammern, gemeinschaft- liehen Hausähren, halben Küche, halben Keller, Stall unter dem Hause, gemein/ schaftkicheu Abtritt und Kessel, öffentlich versteigern zu lassen ; so wird hierzu Ter­min auf

Donnerstag den Ilten Dec. l. I.

Nachmittags 2 Uhr in der Wohnung des Burgersu. WirthS Friedrich Lony anberaumt, und sollen alsdann die nähern Bedingungen eröff­net werden.

Giessen den 23tenOct. 1823.

Der Stadtgerichts / Assessor F. Winheim.

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