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Jedem wahren Verehrer der Kunst muß eS daher heilige Pflicht seyn, die Kunstjünger von Irrwegen abzuleiten, und fle auf die rechte Bahn zu führen. Der Kenner wird wohl einsehen, daß hier nicht von Verbannung der lyrischen Musik die Rede seyn soll, sondern nur für Bildung des Geschmacks zu sorgen, und die an vielen Orten in Vergessenheit gekommenen Kirchen ; Musiken, (welche durch manchen neueren Ohrenkitzel ver- drangt wurden,) wieder in's Leben tretten zn se- hen, gewünscht wird. Dieser Wunsch, welchen man Bedürfniß nennen konnte, ist durch Veran- sialtung von Musikfesten zu welchen sich wer der Instrumental - Variationen für Singsiimmen, poch Opern, Texte, mit vom Sanger beliebig zu komponirender Musik eignen, zu erfüllen. Unt> wenn auch nicht jeder fromme Wunsch er­reicht wird , so ist doch irgend ein Gewinn für die Kunst zu erwarten, welcher mit der Zeit auf die so sehr zu wünschende Bildung des Volkes Einfluß haben kann.

Von diesen, oder ähnlichen Ansichten, mö­gen wohl die ersten Veranstalter der Mufikfeste ausgegangen seyn, wenigstens waren dieß die Hauptgründe, welche den Unterzeichneten bewo­gen haben, hier Musikfeste einzuführem