ttt ihrer Virtuosität mit einem großen Philoso, phen zu vergleichen seyn, dessen treffliche Vor/ träge ihren ganzen Werth verlieren, wenn sie nicht durch Theilnahme unterstützt werden. Sind jedoch die größere Kräfte der Soloparthieen mit den kleinern Kräften der begleitenden Stimmen vereinigt, so entsteht durch die Vereinigung des Größer» mit dem Kleinern ein Ganzes. Beobachtet man nun die mit den Solostimmen abwechselnde Masse des Chors, (welcheshäufig als untergeordnet betrachtet wird , ) so wird diese Masse gegcir die vorher geringere Anzahl von Stimmen einen Contrasi bilden, wodurch der Effect gesteigert wird, Dieser Contrast zwischen Einheit und Einigkeit ist am besten bei einem musikalischen Kunstwerk , und besonders bei Hayd'ns Schöpfung zu bemerken, wo nach der Aufforderung einzeU nev Stimmen , sich das ganze Personale zum Lobe des allerhöchsten Gottes vereinigt.
Bei einer solchen Vereinigung zeigt sich nun, welche herrliche Wirkung durch ein zahlreiches Personale hervorgebracht werden kann, und wie sehr in Vereinigung von thätigen Kunstfreunden weder der eine noch der andere Theil untergeordnet erscheint, sondern wie das gemeinsame Zusammenwirken Vieler, etwas Ungewöhnliches durch Einigkeit in Mehrheit zu liefern fähig ist. —
, Diese


