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gegenwärtiger Edietak < Ladung den Lauf dieser Frist gerechnet, so gewiß mir zur Anzeige zu b-ingenund richtig zu stellen, als ich nach Verlauf des gedachten Ter- mius ihr Stillschweigen für einen Ver- zieht auf ihre Forderungen ansehen und sie, ohne auch Lues ölj entlieh bekannt zu machen, mit denselben von der Masse schliessen werde.
Giessen am 18ten Januar 1820. .
Der Kommissarius
S e y d, Großherzogl. Hess. Hofgerichts- sekretär.
Bekanntmachungen.
1) Eröfn ung freier Märkte zu Treis an der Lumda. Dem hiesigen, zwischen Marburg und Giesen gelgenen GrenzOrte sind — zu Erleich- rerung des nachbarlichen Verkehrs — fünf Jahrmärkte allergnädigst zugestau- den worden, wovon
das.erste Kram- und Viehmarkt am Donnerstage vor Lätare, (9. März,) das zweite desgleichen am Donners." tage vor Himmelfahrt (4. Mai,)
das dritte desgleichen am Donnerstage vor Laurentius (3. August,)
das vierte desgleichen am Donnerstage vor dem Kreuz-Erhöhungs-Tage (7. September,)
das fünfte blos Krammarkt am Donnerstage vordem 3tenAdventssonntag (14. Decmbr.)
gehalten werden soll, insofern der Handels-Stand künftig nicht angemessenere ^.age in Vorschlag bringen wird.
Da sämtliche Waaren vorläufig drei Jahre hrudurch frei von allen Zöllen, Steuern und Abgaben aufsochanen Markten ein- und ausgeführt und verkauft werden durffen, somit auch der bedeutende Vieh - Ltceut für alles auf hiesigem Markt verkaufte Vieh aufgehoben worden ist, und da man zugleich die prompteste — dem stpcngstcu Wcchftlrecht
Pstege, so wie die pünctsichste Aufmerksamkeit auf die Taxen aller Lebens - Bedürfnisse auch völlig abgabenfreie Gestattung aller erlaubten Spiele, Musick und Volksbelustigungen zusichern darf; so macht man das handeltreibende Publicum hierauf mit der Einladung aufmerksam, diese — für Käufer und Verkäufer vor- theilhafteMärkte —durch zahleeichen Zuspruch gefällig zu beleben.
Treis an der Lumbda im Oberfürstcn- thum Hessen den 12ten Januar 1820.
Kurfürstlich Hessisches Amt das. W i u d e m u t h. in iidem
Sippelt, Amts $ Secretär.
2) An dec Altee vom Schießhaus nach der Grünberger Straft hin, sind kürzlich, von boshaftftevlerischen Händen , nicht nur die Dollen von vielen Obstbäumen abgebrochen — sondern auch einige schon sehr starke Linden umgehauen worden. Wer zu Entdeckung dieser schändlichen Frevelthat Etwas anzugc- ben vermag, erhält eine Belohnung von 20 Rrhlr.
Giessen den 19ten Jan. 1820. Bürgermeister und Rath daftlbsten.
S ch m i d.
3) Montag den 24ten dieses Monats, des Nachmittags um 2 Uhr, wird in der Behausung der verstorbenen Wittwe des Christoph Berubeck dahier, eine frischmelkende und eine tragbare Kuh, ein Nind und zwölf Schaafe, gegen baare Zahlung versteigert werden.
Giessen den 20tenIan. 1820.
Grosherzogk. Hess. Stadt-Amts- ^fecretariat das.
S t a u d i n g e r.
4) Donnerstags den 27ten dieses Monats des Nachmittags um 2. Uhr, wird in der Behausung des Burgers
und


