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nett und andern Getränken, wird Un­terzeichneter bestens besorgt seyn.

Der Anfang ist Abends um 7. Uhr und beim Eintritt zahlt jede Person 36 Kreuzer.

Wetzlar den 14ken Febr. 1817.

Daniel Schreibt, zum römischen Kaiser Die

hiesige Armen - Unterstützungs - An­stalt betreffend.

So wenig gleichgültig es denjeni­gen edeln Menschenfreunden seyn kann, wie ihre milden Gabenverwendet wer­den, durch die sie nur allein meinen Freund, den Herrn Rentamtmann Bott, und mich, in den Stand setzten, den Armen und Dürftigen dieser Zeit zu Hülfe zu eilen, und ihnen Brod zu verschaffen: so sehr halte ich mich ver­pflichtet , diejenige Grundsätze hier blos im allgemeinen anzudeuken , die uns bei diesem Geschäfte leiteten.

Nachdem sich mehrere Hunderte, theils öffentliche, theils beschämte Ar­men, zu dieser Brodversorgungs - An­stalt angemeldet hatten: ersuchten wir aus allen Quartieren und Ständen hie­siger Stadt etliche zwanzig Personen, um über die Zulässigkeit und die Grade der Dürftigkeit eines jeden Einzelnen uns mit ihrer Wissenschaft und Erfah­rung an Hand zu gehen, und hierauf trat wieder ein engerer Ausschuß von 9. Personen zusammen, welcher sowohl nach den Kräften der Caffe, als auch nach den häuslichen und übrigen Ver­hältnissen ber Dürftigen, die Gröse und Art und Weise ihrer Unterstützung be­stimmten.

Dies, und der bei aller Vorsicht dennoch immer mögliche Fall, daß sich Mancher dürftiger darzustellen gewußt, als er wirklich ist, bewog uns vor der Hand die Karten zur Brodaustheilung nur bis zum April auSzustellrn, zu wel­

cher Zeit alsdann jener Ausschuß aber­mals zusammentretten, und nur die Karten derjenigen auf längere Zeit ausdehncn wird, welche ganz krank und hülflos, oder doch durch ihrer Hände Arbeit um diese Zeit sich nicht ihren vollständigen Uuterhalt verschaffen kön­nen , oder zu den wahrhaften Hausar- men gehören, die gewöhnlich übelec daran sind, als andere Arme.

Sollte nun bei dieser Umsicht dem- ohngeachtet wohl der Schein bei Einem oder dem Andern den Gedanken erzeu­gen, daß mancher Brod bekomme, der es nicht verdiene, und sollte sich auch wohl wirklich ein Unwürdiger, wie ich nicht leicht glaube, eingeschlichen ha­ben; so bitte ich, mich dergleichen An­stande gütigst wissen zu lassen, um solche nicht nur genauest untersuchen und be­richtigen, sondern auch die Akten vor­legen, und die Gründe genauer aus­einandersetzen zu können, warum so und nicht anders zu Werke gegangen wurde.

Giesen, am 14ken Februar 1817.

Carl Sundheim.

Gottesdienst am 16. Febr.

In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Palmer. Nachmittags Herr Superintendent Buff.

Morgen den 16. Febr. haben das Frischbacken, die Bäckermeister:- ber, in der Wallthorstrase, Noll, auf derMausburg, im Stern, und Mul­ler, in den 3 Kronen, in der Neustadt.

Getaufte bei der Stadtkirche.

Am io. Febr. Dem Burger und Schuh« wacher, Philipp Lehrmund, Awillingstöchtcr, Namens Christiane Henriette und Mariane Georgine.

Am 14. Febr. Dem Burger u. Fuhrmann, Johannes Rinn, ein Sohn, Namens Georg Earl Christian Theodor.