Sind wir noch alle lebend, Wer heute vor dem Jahr In Lebensfülle strebend Mit Frohen fröhlich war? Hier ist der Freund verschieden; Dort ruht in süßem Frieden Der Vater; auf des Lieblings Grab Weint da die Mutter jetzt hinab.
Wer weiß, wie Mancher modert Ums Jahr, gesenkt ins Grab? Ohn' Unterscheiden fodert Der Tod die Seinen ab. Trotz lauem Frühlingswetter Wehn oft verwelkte Blatter.
Drum lasset weis' der Zeit uns freun; Schnell ruft die Ewigkeit uns ein!
Der Gute aber schließet Sein Äug' nur ruhig zu; Mit Himmelstraum versüßet Ihm Gott des Grabes Ruh. Er schlummert sanften Schlummer Nach dieses Tages Kummer;
Dann weckt ihn Gott, vom Glanz erhellt. Zur Wonne seiner bessern Welt.


