Einige Bemerkungen '
üb er ;
die Einquartierungs-Verordnung
vom 5ten Juny dieses Jahrs.
Itntcr «((en 8«|ta de» Krieg« hat feine allgemein«« und gegründetere Klagen «emrsackit, als die §luM NerunaSlast De» dem durch langjährigen Kriegsdruck in früheren Jahren so sehr gesunkenen Wohlstati el!er Unkere'hanen und der noch immer bestehenden Stockung in allen Gewerben, ist eo sehr natrirltch, re lie unaufhörlichen Truppendurchsüge und deren Verpstegnng mit jedem Tage lästiger — und für eitle »am Ilm der Grund ihrer völligen Verarmung werden muß.
Niemand wird er bezweifeln, daß, so wenig Krieg und Friede von UN« abhängt. wir eben so weist i«ch die mit jedem Krieg nothwendig verbundenen Lasten ganz von 11116 abwenden können. Allem ,edi tanitafti«Wein, daß wir die unvermeidlichen Beschwerden dadurch -ufferorden-lich erleichtern könne Äernunsttge veyr e n, \ aemeinsckaftlich tragen. Auch hort man überall weniger Klagen über di lasten "es Kriegs selbst, al- ube/den Duick derselben durch eine willkührliche und ungerechte Vertheiluu
Diese Beschwerde ist aud) unter IMS laut genug, und dauert ,um Theil noch je« fort, nach dem hiev «ach flinfMonaten eine verbesserte Einrichtung besteht. Der Verfasser dieser Bemerkungen-emSeiw Utz. dieser Stadt —der oft Gelegenheit hatte diese Klagen zu hören, hielt es daher wohl der Muhe wer S ßll xS a-im'icktuna näher tu belehren, und die Ausführung derselben zu beobachten. Und da er nid »ei e(t daß mch Mancher denselben Wunsch hegt; so glaubte er e< nicht für Übel flüsflg seinen Mübr m dasjenige offen und ohne Parthelligkeit mitjutheiltn, was ihm darüber bekannt geworden ist.
Es ilk twar nicht >u leugnen, daß diese neue Einrichtung des Einqnartierungswesen« nur erst vor Äi um begonn n hat und bis jetzt noch nicht einmal in allen ihren Theilm zur AuSfuhiniiig kommen ko,ust nlnu.iis.ouch „«eh „ich, ihrer ganzen Wirkung nach, beurtheilt werden kann. Allem da meine A w nur darauf gcht , mich und Andere darüber zu belehren, welche M-aSregeln man jur Vertheilung d EinauartierungSlast ergriffen hat, und aus welchen Ursachen diese, und keine andere gewählt worden (in, ÄÄltM, w° diese Last schon dadurch, daß ste so lange Jahre fast ununterbrochen gedauert h ' mblbär geworden ist, daß auch der kleinste Druck weit empstndlicher wird, gerade um deswillen |ur d schicklichsten Zeitpunkt darüber öffentlich eilt Wort ju reden.
Von der allgemein anerkannten Wahrheit ausgehend, daß jede imvermeidlithe Linquartimmg und D plltaiuta flemdet Truvpeu nur dadurch erleichtert, und welliger druckend geiuacht werden kann, wenn, mialichst gerecht und billig auf Alle vertheilt wird, entsteht »uerst die Frage: w e r ist hiernach ichuli Nmttiemng zu wagen,-und sodann wie ist eine gerechte Vettheiüuig hterbe» möglich?-
Die Verordnung vom Sten Sun» d.J. erklärt alle Dewohiter de, Großherzogthums schädig dte $ ter Einaua ieruug und Verpflegung gleichheitlich zu tragen; und laßt mir äusserst wenige Aii-iiahmen «lebe e Dilligkeit theil» wegen der Unmöglichkeit, thefls aus nothwendiger Rücksicht auf die besoud. ÄL?, „Stt Daher sind die öffentlicheu Gebäude g°», — und die Wohnungen deriemgm 6ie ■ 2iÄ Kiünk oder e^ne Wöchnerin haben, auf eine Zeitlang von der Natura,-Lingu-rtitrung 6efr Ässerde/ fl aber ein jeder Einwohner des Landes verpflidstet nach feinen Kräften an der gemeinschaftlid Aden aebiihienden Amheil ztt tragen. ES ist als» kein Staat-dimer, vom höchsten bi« zum geringst, ktüi Uuterthail, er treibe welches Gewerbe er nur wolle; ja selbst der Nicht i avon befi eit, 1 er allein 1 seinen Renten lebt, . U
Nur der gröbste Eigennutz kann an der Billigkeit dieser Urschriften zweifeln; aber schwieriger- diese Frage sollte man glauben, wäre die folgende zu beantworten. Wie unter' diese verschiedenen N sonen eine gleiche Vertheilung der Einquartierung möglich werden könne — Al.ern wenn m Zetten die qeqmwärtigen, die Erhaltung des Vaterlandes, nach so vieljahrrgen Leiden und bey fast gänzlicher, schöpfung jeder Hulfsquelle, die Anstrengung aller Kräfte erfordert; so ist wohl nichts gerechter, als


