Ausgabe 
21.4.1810
 
Einzelbild herunterladen

Ut vorher bekannt zu machenden Bedin- -ungen. Giesen den aotcn April igio.

Grosherzvgl. Hess. Landamt.

Follenius.

5) Da, höherer Genehmigung zu Folge, äusser der Wolle, dermalen auch Flachs, jQanf und Werck zum Versprn» «en im Zuchthaus angenommen wird; so bringt man solches hierdurch zur allge­meinen Wissenschaft.

Giesen, den iZlen April iglo.

Von Zuchthaus,Directions wegen», Gro! m - n»

6) Nächstkommenden Mittwoch, den szten dieses Nachmittags r Uhr, sollen ».die Unlversiräts, Waüstücke aus dreyjäh- rigen Bestand verstrichen werden. Die Versteigerung geschieht aus den Wall- stücken selbst.

7) Auf der Schoor vom Wallthor «ach dem Neuwegerthor zu find am vo­rigen Sonntag Nachmittag ein Paar sei­dene Handschuhe verlohren worden. Der redliche Finder wird ersucht, solche ge­gen eine Belohnung an Ausgebern die­ses abzuliesern.

8) Ein LogiS, welches in 4heitzba- ren Zimmern, wovon z mit Kammern versehen find, sodann noch 3 besonderen Kammern, Speicher, Küche und Holz­platz bestehet,, und in dem schönsten Theil der Stadt gelegen ist, stehet zu vermie- then, und kann sogleich bezogen werden, Ausgeber dieses sagt woi

9) Das Wohnhaus Nro. 714. ist zu vermiethen, und kann sogleich nach Ostern dezogen werden. Es bestehet in zStu- den, 3 Kammern, einem grosen Keller, grvsen Stall, Schweinstatt und Mist-

>3 (**..

Nachricht.

. Schon unsere Voreltern fanden m "chen der Leinwände einen an- ?^hkungszweig, und bedien- t«n hkestge Publicum gewis zu seiner vollkommenen Zufriedenheit; wohinge- gen wrr die unangenehme Bemerkung machen müssen, daß durch Veranlassung der seit einigen Jahren fich auswärts etablirt gehabten Bleichen der desfallsige Zuspruch bei uns lange nicht mehr so an­sehnlich ist, wie er dies früherhin gewe- feit war , und scheint dieses Geschäft da­durch gänzlich in Abgang zu gerathen. Wenn wrr nun auf der einen Seite durch unsere Bleichen dem hiefigen Publicum den Vortheil gewähren, daß dasselbe feine Leinwände hier eben so gut gebleicht erhalten könne, wie auswärts, und hier­durch die Kosten des Transports erspart werden, und wir uns auf der andern Seite einen erlaubten Verdienst zu bewirken suchen; so ersuchen wir ein hiesiges ver­ehrtes Publkcum hierdurch ergebenst, «ns mit Bleichen ihrer rohen Leinwände zu beehren und versprechen auf diesen Fall nicht nur eine promte Bedienung, son­dern werden eS uns gleichwohl bestens angelegen feyn lassen, die gebleichte Waare schon und ganz zu jedermanns Wohlgefallen, tn der möglichst kürzesten Zeit, um die bekannten Preise wieder zuruck liefern.

Giesen den i8te» April igio.

Die hiefigen Bleicher:

Johann Henrich Schürz. Johann Henrich Balser.

Literärische Nachricht.

. Ltt der Schröder'schen Buchdrukkerei »n Giesen ist in Commisfion'zu haben« Erinnerungen an die Feierlichkeiten, mrt welchen das Grosherzogl. Leibr regnnent btt seiner Rückkunft von oen Ufern der Donau empfangen wurde; nebst de» bei dieser Gelegenheit

Schal-