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Lehrer allezeit Acht genug auf alles gäben, was sie in Gegenwart ihrer Kinder redeten und thäten; wenn sie nur, ohne immer ihre Kinder zur Aufmerksamkeit zu zwingen, durch natürliche und ungezwungene Unterredungen ihnen die ersten Grundsätze der Wahrheiten und Pflichten faßlich zu machen suchten, so würden sie ohne Zweifel merken, daß die natürliche Neugierde und Lust nachzuahmen die Kinder eben so geneigt zum Guten machen würde, als sie sonst zum Bösen sind; sie würden «ine tägliche Verbesserung in der Denkungsart und in den Sitten gewahr werden, die auf eine ebenso leichte unmerkliche Weise bervorgebracht würde, als man ohne Regeln und Zwang, einzignndallein durch Umgang und Esem- pel, seine Muttersprache lernt. Vor Kindern muß man die größte Ehrfurcht und Scheu baden, sagt Zuvenal. Es ist nicht genug zu glauben, daß man nur Aufsicht über sie haben dürfe, man muß auch bedenken, daß sie eine weit schärfere Aussicht über uns haben; und daß ihre Aufmerksamkeit lange nicht so scharf ist, wenn sie durch Drohen ober Ermahnungen gezwungen werden, als wenn ihr Verstand von selbst im täglichen Umgänge unsre Reden und Handlungen bemerkt, und daß es daher sehr natürlich ist, wenn Kinder weit geneigter sind, dem zu folgen, was sie an andern im freyen Ümt gange und Gesprächen bemerken , als dem, was ihnen anbesohlen wird. Diese Ehrfurcht vor der Jugend, die eine beständig« Aufmerksamkeit auf sich selbst erfobert, ist das allerwichtigste in der Kinderzucht, aber zugleich das schwerste für diejenigen, deren Denkungsart selbst nicht gut, deren Sitten nicht rein sind, rind die sich durch die wenige Sorgfalt ermüden lassen, welche bei der K uder- zuchr nvthwendig ist.
(Der Verfolg künftig,)
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Publicandum.
Das Gerücht als ob der hiesige Burger und Schieshausbestander P l a n ck vor kurzem einen Feldfrevel begangen habe, wird auf geziemendes Ansuchen b e f f/ Iben hiermit öffentlich für falsch erkläret, und zugleich versichert, daß derselbe bei der desfalls angestellten Untersuchung völlig unschuldig befunden worden.
Glessen den apten Julii igog.
Grosherzogl. Hess. Polizey- Depulatiou dahier.
Bekanntmachungen.
r) Auf Beseh! Grosherzogl. Hess'. Kirchen - und Schulraths wird hierdurch jeder Borger und Beysaß aufgefordert, seine Töchter nach zurückgelegtem 6ten Jahr in die Schule des Mädchenschule lehrers Henckelmauu, zu schicken, über, wenn er sich einer anberen Schule bedienen wollte, dem Schullehrer Henckelmanir dennoch den gebührenden Schullohn zu entrichten, gegenfalls sich zu gewärtigen , daß er hierzu mit Zwang angehak- ten werde. Giessen den aptenJul. i8og»
Buff. RayK..
2) Die auf den 4ten Aug. b. I. in Dillenburg angezeigte Pferde-Versteigerung, findet wegen eingetrettener Verhinderung nicht Statt.
Dillenburg deu aotenJuk. i8oF.
H usfeisen, Kammer - Sekretär.
3) Zwey Tausend Guld eu liegen aühier gegen gerichtliche Sicherheit und gewöhnliche Zinsen, entweder Mammen, oder auch zertheilt, jedoch im lezteru Fall in keinen kleinern Summe» als zu 500 fl., zum Ausleihen parat. Man hat sich deshalb an AnSae- bern zu wenden, wo man das Naherr «rfqhtt.
Gott


