Ausgabe 
22.8.1807
 
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kann; der ernsthafte Gedanke des To­des allein wird beständig unser ganzes Vergnügen zu verbittern, unb die Ge- rnüthsruhe zu zerstören, stark genug fevn so ist die Ueberzeugung vo» der Provi- denz und dre Gewißheit von der Lehre der Religion das Etbzige, welches jevkm Kummer, Elende ober Traurigkeit entge­gen gesetzt werben kann. Ohne eine ver- künftige Kaltsinnigkeit gegen alle Dinge der Weir, ,st es unmöglich, vergnügt zu feyn, weil Glück, oder auch blos die Einbildung davon , ohne sie bis zum Stolze erhebt, Unglück aber, oder auch btos Dte Einbildung davon bis zur Ver­zweiflung beugt. Ruht nun nicht in der Seele des Glücklichsten jene Ueberzeu­gung; oder arbeitet er durch feine Hand­lungen jenen Lehren und den Pflichten der Menschen und Christen entgegen; so ist alles zeitliche Glück ein Schimmer, der andere blendet, der aber, welcher ibn von sich wirft, empfindet über kurz oder lang , mächtig genug , daß es ihm an dem größten Stücke der Glückseligkeit fehle. Hieraus glaube ich, ergjevt sich auch die Richtigkeit besten, was wir als Kruder so oft nachjufaqeu, als Jünglinge zu vergessen und als Männer wohl zu ver­lachen pflegen, daß nemlich, die Furcht des Herrn der Weisheit Anfang sey.

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Bekanntmachungen.

I) Es wird hierdurch öffentlich be­kannt gemacht, daß die Vriefpost nun­mehr wöchentlich viermal von hier nach Darmstadt, und zwar Sonn­tags , Dienstags, Mittwochs und Samstags Abends abgebe und an den nemlichen Tägen des Morgens zwischen 7 und 8 Ubr dabier ankomme. Die Aufgabe der Briefe ist längstens bis 7 Uhr' des Abends. Die Course in das Herzogthum Westphalen und m deuVo-

gelsberg bleiben tote bisher Sonntags sind Mittwochs frühe. Die Briefe, wel­che mit tiefen Posten gehen sollen, kön­nen jedoch nur Samstags und Dienstags Abends bis 7Uhr angenommen werden.

Giessen den lyten August 1807.

, Grosherzogtich Hessisches Posta m t.

2) Montags den giffii August sott das vom Schlosse Götsch ersteigerte, de­nen Schneider Beereseu Kinder zustän­dig gewesene Haus, nebst Iugehor, oft, feutlich, unter denen der dem Verstrich noch bekannt gemacht werdenden Bedin­gungen, Nachmittags um 2 Uhr auf dem dahiesigen Rarhhaus, verstrichen werden. Liebhaber dazu können sich in dem aube- räumten Termin einfinden.

Giessen den l4ten August 1807. Dietz.

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5) Montags den grten dieses, Nach­mittags um 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Kanzleibau die zwen untersten Etagen int Neubauerschen Stittungshause anderweit auf 3 Jahre, vom iten Dec. d. I. an lau­fend , versteigert werden.

Giessen den i2ten August 1807.

Fubr, Reg. Secret.

4) Dienstag den 2Zten dieses werbe ich Musik zu einem allgemeinen Tanz halten. Giessen den 22ten Aug. 1807*

Philipp Kasimir Lyriker.

5) Ein Logis, bestehend kn 1 Stube, i Kammer, Tbei! am Boden, und Holz- plaz, ist in der Neustadt zu vermiethen. Das Nähere bei Ausgebern.

6) Es bat jemand auf dem Selzers- weg eine geräumige (Scfyeuer* zu verleh- nen. Bei Ausgebern das Nähere,

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