Ausgabe 
19.9.1807
 
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wird seine lieblichen Düfte, die sich aus allen seinen Millionen Oeffnungen unauf­hörlich ergiesen, nach mehr als tausend Jahren noch nicht ergossen haben, Auch die Mumien, die Leichname, welche die alten Egypner durch ihren Balsam der Verweslichkeit zu entreissen wußten, düs­ten noch beständig ihren lieblichen Ge­ruch von sich. Wie klein müssen die Theile seyn, die durch einen solchen Zeit- raum beständig, ohne merkliche Vermin­derung des Ganzen, sich loöreissen und davon stiegen; und wie verbirgt sich die Natur in ihren kleiueu Theilendes Men­schen Auge, und seinem forschenden Ver­stände ! i£r sucht die Grenze, wo keine Theunug mehr statt findet, aber auch die Nachwelt wirb sie nie erreichen. Die­ses hat manchen Philosophen zu dem Wahne verleitet, als wenn die Materie im eigentlichen Verstände unendlich lheil- bar seh. Einige mathematische Beweise, die blendend genug sind, haben sie auch in diejer ihrer Meinung noch mehr der starigr. Was gelten aber des Menschen Schlüsse bei solchen Dingen, die sich sei- nem Auge und seinem Verstaube ent- ziehrl Dre engen Grenzen, die er noch zu erreichen vermag, erblickt er in rlnem dicken Nebel, durch welchen er zwar et­was sehen, aber nichts bestimmen , die Kleinheit der Theile bewundern, aber nicht messen kann. Er weiß nicht, wie oft eins dieser abgerissenen Stäubchen die ausduften, noch thetlbar sey.

(.Der Verfolg künftig.),

Bekanntmachungen.

i) Da die zur Concurs - Masse des Bürgers Johannes Keils zu Kirchberg bei Staufenberg gehörige, an der StrÄse von hier nach Marburg gelegene neue erbaute 2 stöckige'Hcffraith mit der Schild­gerechtigkeit, der dabei befindlichen gam

zen Scheuer und dem dazu gehörigen gro-^ s-en Stall .

Mittwochen den 14. Oct. Vormittag * zu Kirchberg öffentlich an den Meistbie­tenden versteigert werden soll; so wird solches zu Jedermanns Wissenschaft hier­durch bekannt gemacht.

Glessen den t4teuSept. 1807.

Groöherzogl. Hessisches Laudamk alda.

F 0 Neniu

2) Nachstkommenden Montag als den 2ilen dieses Nachmittags 2 Ul)t sol­len rn der Behausung des verstorbenen Herrn Regierungsrath Balser dahier, Kleidungsstücke, Weiszeug,, Bettung, Hoizwerk und allerlei Hausrath, an den Meistbietenden gegen gleich baare Zah- lung offentiich versteigt werden.

Greste» den i7,tenSept. 1807.-

3) In der Behausung des Hrn. Kam- m errat Hs Gersten sind eine runde Ter­rine mit hohen Henkeln und Untersatz, 4 Dutzend flache 1 ij2 Dutzend tiefe Teller, 2 runde flache 2 ditto tiefe Schüsseln mir Deckeln , 3 ovale flache Schüsseln, 4 runde Saladiers , und 2 runde Sausen Terrinen , alles von engli­schem Porzellan, neu fasvnnirt, und gut gehalten, sodann, eine Parthie ge­schwungenen Flachses,, aus der Hand zu verkaufen..

4) In Nro. 494. auf dem Selz er s- weg ist ein Logis, bestehend in zwei Zim­mer neben einander, so aufdi? Strafe ge­hen , nebst einer Kammer und Küche, mit oder ohne Meubles,, zu vcrmielhen, das bis zum iten Octvber bezogen werden kann.

5) Drei Stuben, eine Kammer, Küche, und verschlossener Holzplaz, wie auch