Ausgabe 
17.1.1807
 
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und Schmerze« verursachens Der nun mit der carles wirklich behaftete Zahn theilet sodann den benachbarten Zähnen , einem nach dem andern,, diese Krank­heit mit, und der Verlust aller Zähne ist davon die sicherste Folge. Es ist daher aus dieser Unkunde, oder nachlässigen Sorge für die Zähne,. bei Vielen das Vor- urtheil. entstanden, als wäre eine Familienkrankheit.

Sehr zu wünschew wäre, daff die Jahne nicht so gleichgültig angesehen wür­den, da sie doch gleichsam einen Hauptbestandtheil der Gesundheit mitausmachen. Sobald sich nur irgend ein Krankheitsstoff an den Zahnew zeiget,- sollte man sich sogleich ärztlicher Hilfe bedienen , weil durch längeren Aufschub die caries (Kno, ehenfraß ) die Glasur des Zahns zerstöret;- nicht denkend, so lange mir die Zähne nicht wehe thun, brauche ich keine Hilfe : dann wann die Glasur bereits schon zerstört ist, kommt die Hilfe zu spat,, und der Zahn gehet ohne Rettung verlohren.

überhaupt wann Kinder die Zähne wechslen, sollte diese Periode insbesondere durch ärztliche Hilfe unterstüzt werden , um künftighin gerade sizzende und gesunde Zähne zu erhalten: weil gewöhnlich der schon cariöse Milchzahn dem neuen Zahn seine Krankheit leicht mittheilt, wo dann durch diese verabsäumte Hilft, oder aus Unkunde, oben erwähntes Vorurtheil entstanden ist.

Ich ftzze künstliche Zahne, sowohl einzelne, als in ganzen Reihen,- und Ge­bisse, ein, welche nicht nur an Gestalt, sondern auch alle Dienste der natürlichen Zähne leisten, wie ich einem jeden an einer Reihe mir selbst vor io Jahren eilige« fezten künstlichen Zahnen,, die ich noch jezt im Munde trage, auf das überzeug gendste zeigen kann.

Armen Iahnpatienten bin ich mit Vergnügen bereit, unentgeldlich Hilfe zu leisten.. Giessen, im Januar 1307..

Dr. Rheinwald, wohnhaft bei Hrn. Regierungs - (Secretair' Diehl, auf dem Asterweg.