Ausgabe 
17.1.1807
 
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Beilage

zrr Nro. lll. des Giesser Anzeigungs-Bsättcheki.

^ch Unterzeichnetet, Biete hierdurch dem hiesigen Publikum meine Dienst« in

Jahn kränkHeiken aller Art an, und will in nachstehenden wenigen Worten alle Zahnpatienten auf die Quelle aufmerksam machen, woraus die meisten Jahns krankheiten entspringen, zugleich quch anzeigen, wie dem allgemeinen Nebel vor» gebeugt werden kann, welches ich durch unzählige Bemerkungen in meiner viel­jährigen ausgebreiteten Praxis, bestattigt gefunden habe.

Diejenige harte Kruste, welche sich in dem halbmondförmigen Ausschnitt deck Zahnfleisches ans dem Jahne bildet, wird wegen der Ähnlichen Harte, die sie mit dem gemeinen Weinstein hat, Wein - oder Jahn-Stein , genannt. Die schädliche und gefährliche Wirkung besteht hauptsächlich. erstens darinn, daß er durch Leine zunehmende Gröse das Zahnfleisch von dem Zahn trennt, und sich «Och der Wurzel desselben hin, bis in den Zahnfacher fortpflavzt, wodurch der Zahn wak-? kelnd und zum Ausfallen geneigt gemacht wird. Noch gefährlicher ist, daß durch diesen ans das Zahnfleisch anhaltenden und immer zunehmenden Druck, dieCireu- lation der Säfte in den kleinen Gefasen des Zahnfleisches gestöret wird, wovon, die deutlichsten Beweise sind: ein dick aufgelaufenes Zahnfleisch mit dunkelrothen, zuweilen blauen Rändern, das sehr leicht blutet, gewöhnlich mit einem sehr un­angenehmen Geruch verbunden ist, uNd wirklich den Anfang zu Seorbut^ Aus- wüchfen und rheumatischen Schmerz der Zähne und des Zahnfleisches giebt, wo­durch die benachbarten Theile (pciconsens, oder Mitgefühl,) jener Krankheit mit in Leidenschaft gerathen.

Die zweite Krankheit ist die caries, oder Knochenfraß an den Zahnen, welche sowohl von inner - als äusserlichen Ursachen herkommt. Am meisten aber verdienet diejenige caries alle Aufmerksamkeit, welche auch jeder leicht erkennen kann, wenn sich nemlich auf dem Zahn in dem halbmondförmigen Ausschnitt des Zahnfleisches, ein dunkelgrüner Schlamm oder Schmutz erzeugt hat. Dieser zernagt durch seinen Auffenthakt allmählig die Glasur des Zahns, welchen Ver­russ aber der Patient nicht eher gewahr wird, als bis die Eintritte der Luft, die Abwechslung der Temperatur der Kalte und Warme, den Zahnnerven reizen,

und