Ausgabe 
9.5.1807
 
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»ach dem Verfall - Tage die Bezahlung oder Lieferung nicht; so muß der ver­rechnende Diener die bescheinigten Enn- nerungsschreiben dem Justizbeamten zur Beitreibung der Schuld zustellenund sich von demselben solches bescheinigen lasten, widrigenfalls er als Selbstfchuldner an- gesehen werden soll.

(Der Verfolg künftig,)

Nachricht.

In dem hiesigen Wochenblatt Nro. XVII. ist eine Ankündigung der Juden Jacob Kaufmann und Isaac Herz Hem­berger von hier eingerückt gewesen, wo­durch sich dieselbe erboten, für die Aem- ter, welche Fourage für vie Kaiserl. Fran- zbs. Truppen anhero zu liefern haben, solche in dem Preis zu 36 fr. p. Ration abzuliefern. Weil dies ui Vergleichung des Gewichts, nach dem die Rationen abgelleferr werden müssen, nicht anderst als auffallend erscheinen können, so bat man sich veranlaßr gesehen, die beide Ju­den deshalb naher vernehmen zu lassen. Hierdurch hat sich daun ergeben, daß dieselbe unter den angebotenen Rationen keineswegs solche verstanden, wie sie in das Magazin in dem Gewicht zu 12 Pf Hafer 15 und refpetiive 18 Pf. Heu uud 10 Pf. Stroh adgeliefert werden müs­sen, sondern solche, die sie von andern Lieferungen übrig gehabt, und nur aus 8 Pf. Hafer, 8 Pf. Heu und 4 Pf. Stroh bestehenauch daß ihr ganzer Vorrat!) nur 5. bis 600 Rationen nach dem lezt- gedachceu Gewicht ausmacht.

Damit nun nicht AeMker durch jene Ankündigung irre geführt werden, und sich vergel>'iche Kosten machen mögen, W-rd dies hierdurch zur öffentlichen Wis­senschaft gebracht

Giessen den zten Mai 1807.

Gros Herzogs. Hess. Kriegs -Com- missiow das.

LekanntmachuttgM.

1) Da gegen den Johannes Euler Zimmermann zu Kirchgöns eine betracht- liche Schuldensumme eingeklagt worden, zur weiteren Verfügung in der Sache aber vor allen Dingen erforderlich ist, den Passiv - Stand des gedachten Eulers genau festzufetzen, so werden alle be­kannte wie unbekannte Gläubiger des oderwahnten Johannes Eulers zu Kirch- göus hierdurch editierter vorgeladen, so gewis in dem zur Richtigstellung die­ser Schulosache auf Mourag den Uten May dieses Jahrs anberaumten Termin, entweder in Person , oder durch einen hin­länglichen Bevollmächtigten zu erschei­nen, und ihre Forderungen gehörig zu Iiquidircn, oder sich der gänzlichen Prä­klusion derselben von dem Eulcrischen Vermögen zu gewärtigen.

Langgöns den 2Oten April 1807. Grosherzogl. Hess. Amt das.

C. G. v. Zange n.

2) Adam Schmidt von Darmstadt, geht von hier den zoten Mai als Bote 'der Grosherzoglich Hessischen Truppen, zur Armee ab. Wer etwas dahin abzu- schick'eu hat, kann solches einige Tage zuvor im gvlduen Löwen dahier übgeben, Giessen, den 8ken Mai 1807. *

3) Ein bedeutender Stock Heu, wie auch 10 bis 12 Zentner Grummet, sind allhier zu verkaufen. Bei Ausgebern er­fahrt man: wo?

4) Drei Stuben, i Kammer, Küche, Keller, und verschlossener Holzplaz, sind zu vermiethen, und können sogleich be­zogen werden. Bei Ausgebern das Nä­here.

5) Es wird ein junger Mensch in ek- neu Dstnst gesucht, der mit Gartenar­beit