Ausgabe 
5.12.1807
 
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) 195 (

Urkundlich Unserer eigenhändigen Un­terschrift und des hierauf gedruckten Staats- Siegels.

Darmstadt den Lvten Sept. 1507»

( L. St) Ludewig.

Frh. v. Lehmann, Staatsminister.

Vorstehende Verordnung wird zu Folge höheren Auftrags zu Jedermanns Nachricht hierdurch bekannt gemacht.

Giessen den üten Nov. 1807.

Bürgermeister und Rath daselbsten.

polizey # publicandum.

Da man wahrgenommen hat, daß mehrere der hiesigen Brandweinzäpfer dem Brandwein welcher nicht mehr als sie­den Grade hat, eine gelbe oder rothe Farbe geben, und sodann denselben um einen höhern Preis verkaufen , dieses aber zur offenbarsten Vervortheilung des Pu­blikums gereichet, indem nicht die Farbe, sondern die Mehrheit der Grade eine Erhöhung des Preises des Bra-nd- weins bewirken kann; so wird hiermit nicht nur allen und jeden Brandweinverkäu- fern bei nachdrücklicher Strafe verboten, den Brandwein unter dem Vor­wand der Farbe höher zu verkau­fen, sondern cs wird auch das Publikum von diesem Verbot hierdurch benachrich­tigt, und zugleich aufgefordert, denje­nigen Brandweinschenk, welcher darwi- der handeln sollte, anzuzeigen, damit derselbe zur gebührenden Ahndung gezo­gen werden könne.

Giessen den ztenDecemb. 1807.

Grosherzogl. Hess. Polizeydepu- tativn das»

Ediktalcitatiorr>

Anna Maria Frizin von Staufen­berg ist mit Hinterlassung einer gericht­

lich hinterlegten lezten Willens-Disposi­tion verstorben.

Alle Interessenten werden demnach hiermit vcrgeladen, in dem auf Sam­stag den igtett Dec. d. I. bestimmten Termin versönlich oder durch genugsam Bevollmächtigte vor dieser Gerichtsstelle zu erscheinen, und sich der Eröfnung der gedachten lezten Willens-Verordnungzu tzewärtigen. Giessen den 21. Nov. 1807.

Grosherzogl. Hess. Landamt das. F 0 l! e n i u s.

Bekanntmachungen.

1) Da mit dem lezten dieses Mo­nats der halbjährige Zeitungslermin zu Ende gehet; so ersucht man diejenige Herren, welche die Zeitung ferner zu le­sen Willens sind, längstens in 14 Tagen die Pränumeration , ohne welche keine Zeitung beschrieben wer­den kann, dafür einzusenden, damit man solche gehörig fortzuliefern im Stande ist. Giessen am gten Dec. 1807.

Grosherzogl. Hess. Postamt.

2) Dienstags den 8ten Decembee Nachmittags um 2. Uhr sollen in dem Keller des Hrn. Forstrath Klingelhöfcrs wieder eine gross Parrhie Burgunder- weine, theils Faß - theils Vouteillenweise, an den Meistbietenden versteigert werden.

Glessen den 2vten Nov. 1807.

Dietz.

3) Ein Logis für eine stille Haus­haltung, bestehend in 2 Stuben, 2 Kam­mern , ( ohne Meubles,) Küche, Kel­ler und Holzplaz, ist zu vermiethen, und kann mir Anfang des neuen Jahrs be­zogen werden. Das Nähere ist bei Aus­gebern dieses zu erfragen.

4) Bei dem Burger und Peruken- macher Franz allhier, "wohnhaft auf der Mausburg,ist eine Parthie Buchsbaum zu