Ausgabe 
8.2.1806
 
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thums, sind gross Uebel, welche aus dem Verbote der Ausfuhr entstehen.

Wird ein 2lnsfuhrverbot er­lassen > fo kann man gewiß ftyn, daß außer einer unnützen Belästigung der Staatsbürger, schnelleres und größe­res Steigen der preiße und früherer Mängel, als man sonst zu besorgen gehabt hatte, die unmittelbare Folge fvyn wird.

Wenn man auch nicht auf die Seite derer treten mag, welche einen freien Handel für das sicherste und würk- samste Mittel, ein Land glücklich und blühend zu machen ansehen, so'kann man doch die gemeinschadlichen Fol­gen eines gesperrten oder hart einge­schränkten Handels nicht läugnen.

(Die Fortsetzung folgt.)

Bekanntmachungen.

i) Nachdem der hiesige Burger und gramer Friedrich Faber, eine sein Ver­wögen weit übersteigende Schuldenlast contrahirr und bei Amt die Anzeige ge- tdan, wie er sein sämtliches besitzendes Vermögen seinen Gläubigern abtreten wolle, dieserthalben Termin ad liqui- dandum auf Donnerstag den 2yten Fe­bruar Morgens y Uhr anberaumt wor­den; als werden alle diejenige, welche an ersagten Faber irgend eine Forderung zu haben vermeinen, hiermit vorgeladen, alsdann bei unterzeichneter Gerichtsstelle ohnfehlbar zu erscheinen und ihre Forde­rungen zu liquidiren, gegenfalls sich zu gewärtigen, daß sie mit Ansprüchen auf die vorhandene Masse gänzlich abgewie­sen werden.

Giessen den 2vten Ian. 1806. Landgrafl. Hess. Staötamt.

2) Da der Burger Philipp Kasimir Lynker sreuvittig entschlossen ist, sein in

der Wallthorstrase neben Peter Seip und Wilhelm Felstng gelegenes wohleingerich- tetes Wohnhaus, nebst denen dazu ge­hörigen geräumigen großen Stallungen, öffentlich an den Meistbietenden zu ver­kaufen , so hat man hierzu Termin auf Montag den i7ten dieses Monats anbe- raumt. Alle diejenige, welche Lüsten zu diesem Haus haben, können sich daher an dem anberaumten Termin Nachmit­tags um 2 Uhr in dem Lynkerischen Gar­ten auf dem Selzersberg, wo die Ver­gantung gehalten werden soll, einfinden, die alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen anbören, und nach Gefallen mitbieten. Giessen den 6ten Febr. 1506.

Dietz.

3) Montags den 24ten Februar, Mor­gens um halb 11 Uhr soll das dem Bur­ger und Kramer Faber zuaehörige, auf dem Neuenweg neben dem Löwen und dem Konrad Pimper gelegene Wohnhaus nebst einer halben Scheuer und Stallung, auf dem Rath Haus dahier unter denen bei dem Verstrich noch bekannt gemacht werden­den Bedingungen, öffentlich an den Meist­bietenden versteigt werden. Giessen den 7tenFebr. 1806.

Dietz.

4) Am verstossenen Mittwoch, den Zten dieses, Morgens, ist aufder Strafe von Langgöns bis Giessen, ein mit Sil-> ber beschlagener hölzerner Ulmer Pfeifen­kopf, in welchem ein kleines Pfeifenrohr, daran eine silberne Kette war , verloh- ren gegangen. Wer solchen gefunden, und an Ausgebern dieses Blatts ablie­fert, erhält ein gutes Donceur.

, 5) 3ch habe in meinem Haus in der mittleren Etage, eine Stege hoch, 3 Zim­mer, 4 Kammern, 1 Küche, verschlosse­nen glojen Boden, den zugemachten grö- sten