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fast jede Woche einmal die Zähne von neuem sicheinbinden zu lassen.
Diese Bemerkungen veranlaßten mich auf ein Mittel zu denken, den Menschen den Verlust ihrer Zahne auf eine sicherere und völlig gefahrlose Art zu ersetzen, und ich fand dieses endlich in einer Art Springfedern , welche von feinem Golde oder Silber verfertigt werden. Vermittelst dieser seze ich nicht blos einzelne Zähne, sondern ganze Reihen und Gebisse ein, selbst da, wo nicht der geringste Rest eines Zahns mir zur Befestigung dienen kann, und so, daß die Jahne nicht nur an Gestalt den natürlichen täuschend ähnlich sind, sondern auch bey dem Kauen und Beissen alles leisten, was man von natürlichen erwarten kann. Die Einse- zung geschiehet ohne alle Schmerzen, und weder der natürliche Zahn noch das Zahnfleisch har dabey das geringste zu leiden. Den überzeugendsten Beweis von der Wahrheit aller dieser Angaben kann ich jedem, der solchen zu sehen begierig ist, an der Reihe Zähne zeigen, die ich mir selbst eingesezt habe, und beständig im Munde trage.
Endlich stelle ich jedem frey , die Zähne so einsezen zu lassen, daß sie für immer im Munde bleiben und Niemand, äusser mir, sie herausnehmen kann, oder so, daß sie in einer halben Minute ohne Hülfe einer fremden Person oder eines Spiegels können herausgenommen und eingesezt werden.
Personen welche mich mit ihrem Zutrauen beehren wollen, belieben sich schriftlich an mich zu wenden.
Marburg den gtenDec. 1806.
Carl Rhei nw a l d,
Doetor der Jahn - Chirurgie, (wohnhaft im Brauerschen Hause in der Barfüsser Gasse.)
Nachricht.
Da die in den jetzigen Zeiten statt findende Einquartirungslast, bey welcher der Quartierkräger die Kost geben muß, von derjenigen, welche zu gewöhnlichen Zeiten statt findet, gar sehr verschieden ist, folglich nicht blos den Hauseigen- thümern und solchen Einwohnern welche mit Familie leben, zugemuthet werden kann, sondern billig unter alle und jede in hiesiger Stadt e r a b l i r t e Einwohner, nach Verhältnis der Vermögenskräfte eines jeden vertheilet werden muß, gleichwohl mehrere etablirte Einwohner, blos um deswillen weil sie keine Haushaltung führen , und nur bestimmte, ihnen unentbehrlich seyende Zimmer bewohnen, von Einquartirung frey zu seyn, vermeynen, dieser Einwand aber um so unstatthafter ist, als es hier nicht an Gelegenheit fehlet, seine Einquartirung, gegen Bezahlung zur Verköstigung und Nachtlager anderwärts unterzubringen; so werden dergleichen Einwohner hiermit benachrichtiget, daß dieselben, fals sie die ihnen zukommende Einquartirung nicht bey sich selbst verköstigen und 'logiren wollen, die Traiteurs und Wirrhe an welche sie solche veraccordiret, bey dem Stadt-O.uartir- Amt in Jeiren anzuzeigen haben, widri- genfals dieselben sich es selbst beymessen müssen, wenn ihnen die Einquartirung in ihre Wohnungen zugeschickt wird.
Giessen den 6ten Dec. 1806.
Grosherzoglich Hessische O.uar- tir- Commission.
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Bekanntmachungen.
1) Daß mein bisheriger Buchhalter in der hiesigen Handlung, Heinr. Gottfr. Stamm nicht mehr in meinen Diensten ist, mache ich hiermit meinen Freunden und Geschäftsverwandten aus bewegenden


