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B e fch l u s

der Gedanken über Landes sperren und Theurung der Lebensmittel.

Und traurig wahr ist das leztere. Dann, sobald ein Land, in Ansehung des GetraideverkaufS gesperrt wird, sper­ren die Nachbarn auch: und alsdann ist man ganz der rvillkührkichen Behandlung des landSmänntfche» Herrn Landmanns ausgesezr; den man doch nicht zwingen Wl m/eni ®efroiE)e oder sonstige Produkte U Markt zu bringen und nach einem

.^5 verkaufen. Er denkt dann: darf jch meine Maaren nicht auser Land bringen : so sollen sie auch nrerne Landsleute theuer genug be­zahlen. , Er fy&lt also mit bereit $ er; tauf zurück, immer zurück, und feine Hartnäckigkeit gehet bis zum Er­staunen. Er, wenn er nur mittelmästg wohlhabend ist, (bann von ganz armen ifl die Rede nicht) leidet nicht im minde­sten dabey, da er den grösteu Theil sei­ner Lebensbedürfnissen selbst erzeuget. Ja, man hat mehrmaken den schändli­chen Ausdruck gehört: wenn bey der Landessperre diese ober jene Getraideart nicht erst das und das Geld gilt, will ich mein Korn lieber in den Mist werfen.

Kommen aber, bey freyem Getraide- hande!, Nachbarn, die es wohlfeiler ab- kasseu, bann spricht der Bursche anders ; und alsdann erfährt man erst, was für Vorrathe in einem Lande stecken, wann ste au fang en nach und nach aufzurhauen, wie Frühlingsschnee, so, daß sie endlich in Ströme übergehen.

Lassen Sie uns also, meine theure- sten Leser! hier alle diejenigen bitten, die zur Verminderung der Theurung der Le-

i- C - bensbedürfnissen etwas beytragen kön­nen, alles dazu anzuwenden, was die­sen von so vielen Tausenden, schon so viele Jahre lang gewünschten Zweck, ohne die Freundschaftsverhältnisse der nahe angrenzenden Länder zu siöhren, erreichen kann.

Da Theile von Deutschland sind, wo so viele kleinere Landschaften in und untereinander liegen, sind Landessperren zwar gut gemeynt, doch anserst drük- kend. Von Urvätern her tbeilre das eine Land dem andern sein überflüssiges Getraide mit, und dieses oder jenes da­gegen sein Holz, feine Kohlen, seine Steine, sein Salz, jeine Mineralwasser, seinen Wein, sein Wildprett, seine Kra- metsvögel, Hechte, Krebse, Forellen und Grundelcher: welches Eßbare wir doch gerne auf unfern Tischen haben. Von Urvätern her sind biefe NahrungS« zweige diefes oder jenes Lands oder Länd­chens gleichiam ein verjährtes Rcht und ganze Familien ernähren sich damir^

Wenn aber solche Fürsorgen gar in Mißverstanduiß übergehen, und von den Unter i Unferbebientcn, um recht grose Ehre mir ihrem Diensteifer einznlegen, mißbraucht werden, ist es vollends zum Erbarmen.

So begegnete mir einsmalen auf her Landstrase ein kleiner bitter weinender Banrenjnnge, der etwas in einem Ben- telchen trug, welches zappelte. Ich fragte ihn um die Ursache seines Heu­lens , und da sagte er mir, er habe da in der nächsten Stadt einen Vogel- freiiub, dem er oft Bogel verkaufe, und dem er auch dieses Rothhrüslchen brin­gen wollen Wie er nun da oben bin gekommen, hatte da ein Mann gestan­den, der ihn erst scharf examinirt, und ihm darauf