Ausgabe 
12.1.1805
 
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Bekanntmachungen.

I) Nachoem erforöerhdt) seyn will, -en Pasftvstand deS abgelebten Schutz­juden Michel Lär dahier fest zu setzen ; fo werden alle diejenige unbekannte Gläubiger, welche an des gedachten Ju­den Michel Bars Verlassenschaft eine ßors derung px quocnnque capite zu ha­ben glauben, edictaliter hiermit vorgela­den, Donnerstags den 31 dieses Monats vor Landgraf!. Amt dahier so gewiß zu erscheinen , und ihre Forderung richtig zu stellen, als sie ansonsten nicht weiter gehört sondern mit ihrer Forderung wer­den pracludirt werden. Langgöns, am 7ten Jänner 1805.

Landgräfl. Hess. Justizamt das. C. G. v. Z a n g e n.

2) Der Gräflich von Lehrbachische Unterhof zu Lekrbach, bei Kirtorf, wel­cher 131 Morg. 77 Rut Ackerland, 51 M. 47 Wut. Wielen, 3 M. 48 R. Garten, zu­sammen ,86 Morgen 12Stuten, der Mor­gen zu ichoQuadratruthen und die Ru- tbe zu l6 Fus Lauge gerechnet, unge­fähr hält, mit den erforderlichen Oeko- nvmiegebäuden, sodann mit dem nöthi- aen Weide- und refp. Mastbelrieb für das Rindvieh, die Schaafe und die Schweine, auch andern Gerechtsamen ver- sei,en ist, und zu welchem dem Pachter das benöthigte Brennholz aus den Guts­herr!. Waldungen verabreicht werden kann, soll, da der bisherige Beftänder L)r. Verwalter Keil vor kurzem verstor­ben , auf die noch übrige Pachtzeit von 2 Jahren , sodann weiter auf sechs Jahre, mithin auf acht Jahre, von Pctntag 38<>5 an, aufs neue verliehen werben. Diejenige Pachtliebhaber, welche dieses in gutem Stand befindliche Hvfguth in Meftand zu nehmen Lüsten haben, und sich mit obrigkeitlichen Zeugnissen hin­länglich legitimirtn können, daß sie der

) 7 (* Landwirthschaft kundig, auch das erfor­derliche Jnventarrum aufzustellen und die benvtliigte Sicherheit für das jährliche Pachtgeld zu leisten vermögend sind, wer­den demnach eingeiaden, bei unterzeich­netem Gräflich von Lehrbachiscken Admi­nistrator bis längstens den tzten künf- ttgen Monats Januar sich anzumelden, Sie Güter zu beaugenscheinigen, die nä­here Bedingungen zu vernehmen, und dem Bevollmächtigten ihr endliches Ge­bot zu thun, woraus sodann nach Be­finden das Weitere wegen des Zuschlags von der Gutsherrschaft erfolgen wird.

Homberg an d. Ohm den ij* Dec. 1804.

I. Mirkel,

Stadt - und Gerichtsschreiberdas.

3) Es sucht ein Landarafl. Forstbe­dienter im Oberfvrst Battenberg, einen Informator für 5 Kinder , wovon daS älteste 13 Jahre und das jüngste Z Jahre alt ist. Der Lehrer muß im Lesen, Schreiben und Rechnen, sodann in der Geographie, der Geschichte, und wenig­stens die AnfangSgründe in der franzö­sischen Sprache, gehörigen Unterricht zu geben verstehen, und täglich 5 Stunden ~ den Mitwochen und Samstag aber nur 3 Stunden informiren. Verste­het der Lehrer Musik, so wird täglich die 5te Stunde hierinnen Unterricht ge­geben. Hiergegen wird alles frei und ein jährliches blonoraiinln von zoRthlr. zugesichert. Wer nun es sen ein Studierter oder Unstudierter, unter die­sen Bedingungen zu dieser Informator- steile Lüsten hat, und Zeugnisse hinrei­chender guter Kenntnisse so wie eines tadellosen Lebenswandels vorzeiaen kann, der beliebe sich in frankirten Briefen an die Schröderische Buchdrukkerei zu Gles­sen zu wenden, wo alöhenn das Nähere zu erfragen ist. _

4) Mitt-