Ausgabe 
24.11.1804
 
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Verfolg:

btt in Nro. 40. abgebrochenen. Abhandl» Von

der Erde insbesondere«.

83 0 n der innern Besch affens heit der Erde.

Vo», der innern Beschaffenheit der Erde last sich nichts mit Gewisheit sa­gen, weil wir noch, nicht tief genug hi die Erde eingedrungen sind. Denn in den tiefsten Bergwerken hat mar» sich dem Mittelpunkt der Erde noch nicht um de»» sechs tausendsten Theil des Halbmessers derselbe», genähert, woraus erhellet, dass wir nicht aus der Beschaffenheit des In­ner»» der Bergwerke mit Gewisheit auf die eigentliche innere Beschaffenheit der Erdkugel jchliesen können.

So weit wir in die Erde eingedrun- gen sind, habe»» wir meistens gefunden, daß die Erde aus mehrer»» übereinander liegender» Schichte»» verschiedener Arten vo», Steine»» und Erde bestehe, die an manchen Orte»» ziemlich wagrecht und mit einander parallel fortlaufen. I»» an- gebaute»» Gegenden besteht die oberste Schicht aus Garte», - oder Ackererde, wor»»» die Pflanzen und andere Nahrungs­mittel wachsen, und ir» welche die Thiere, Pflanze», rc durch die Fäulnis wieder auf­gelöst werden; man findet aber auch zu- weile», diese Art Erde in ziemlicher Tiefe unter ander», Schichte»,.

Was die innere Beschaffenheit der Gebirge anbetrifft, so ist sie, fj viel wir wissen, ebendiesclde, und die Schichten gehen bisweilen nach der Richtung der Oberfläche des Vergess bisweilen laufen sie aber auch wagrecht. Sonst bestehen die Gebirge innerlich öfters aus unge­heuer»» Steinkluinpen, die hie und da

ansehnliche Höhlen, Spalten und Risse haben. Die höchste», und vermuthlich auch älteste»» Gebirge bestehe», aus einer Steinart, die man Granit nennt.

83011» der Atmosphäre oder bent Lu ft kreise.

Die Luft, welche unsere Erdkugel auf allen Seiten bis auf eine gewisse Höhe umgiebt, macht die Atmosphäre oder den Luftkreis aus.

Dieser Luftkreis folget sowohl ber täglichen als jährliche», Bewegung der Erde.' Wiewohl seine Hauptmaterie Luft »st, so findet man doch in ihm eine un­beschreibliche Menge fremder Theilchen von unterschiedener Art, die aus der Erde aufsteigen, und durch die immer* wahrende und veränderliche Beimischung derselbe», ist er einer beständigen Verän­derung unterworfen. Ein Theil dieser Materie verzehrt sich zuweilen durch Selbstentzündung, und ein anderer wäs- serichker Theil fällt zuweite, 1 in Regen- tropfen auf die Erde nieder.

Der Luftkreis ist auch schwer, wel­ches das Steigen und Fallen des Quek- silbers im Barometer anzeigt. Aber eben dieses Steigen und Fallen des Baronie, ters giebt zugleich au, daß die Schwere des Luftkreises veränderlich sey , und also bald vermehret, bald vermindert werde.

Die Höhe des Luftkreises läst sich, nicht genau bestimme», ; mn», fchäzt sie acht diS zehen geographische Meilen. Ohne Zweifel ist sie auch nicht an allen Orte», und immer einerlei.

Da die Luft, als die Hauptmaterke des Luft- oder Dunstkr-.ises, nicht völ­lig durchsichtig ist, und die Theilchen, aus Dfnett sie besteht, blaulicht ftnb, so erscheinet uns wegen der Menge und Ver­eint-