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Gedanken über d s 11 Herbst»
( Verfolg. >
Hier (inr Herbst ) findet der Land- mann den Lohn seines Schweifes, den ihm die Hofnuug versprach,, als er im Winde und Sturm, der sein Gesicht mit Schneegestöber und Regen netzte und mir Ritzen wund machte, den Scmmen in die geschlängelten Furchen warf, und mit Eggen einscharrete. Da saß er oft ohne Brod und Kost; matt von den schweren Arbeiten des rauhen Tages im Kreise seiner jungen Kinder 11.111 den Feuerheerd, den ein beissender Rauch verdüsterte, herum ; schUefruhig ein , und in süssen Traumen , sähe er den ergiebigen Herbst auf feine Aeck'er und Garten, Scheureu und Boden milde herab steigen.
Möchte er nun an die Pflicht des Dankes gedenken, und seine Gelübde dem Höchsten bezahlen,. da seine Hosnung. nicht zerstöret ist, und dir mütterliche Erde ihre Kinder, Söyne und Töchter durch des Allmächtigen Kraft so reichlich säuget, nähret und erquicket..
Möchte mit ihm der- Begüterte, der nicht gebohr-en ist, den Pflug zu keilen, sondern andern Geschäften obzuliegen, Zu gleichem Danke entzündet und feurig werden! Für dich sterblicher Mitbürger, ist es eine, vorzügliche Pflicht: edel zu denken, großmüthig zu handeln, muster- mäsi'g zur Bildung der Kinder, zum Reiz, in der Ausübung der christlichen Tugend zu leben!. Für dich, der du dich kaum bewegest, und im Herbste eine.Zunahme der Reichthümer findest ! Für dich, den Wollet und Seide schmücken, die fremde Hamde- zusammen weben !. Für dich, den der Acker mästet, welchen, der hungrige Knecht ge- pfluger! Für dich, den der Weinstock tränket/ und begeistert, dm ein anderer mit
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Durst gepflanzet bat l Wem bist du, Utt» dankbarer, deine Ruhe, deine Bequem- kichkeiren, deine Freuden , deine Belustigungen und Reichthümer schuldig? Erhebe den Geist, und denke an Gott L Lerne keinen von denen verachten, deren Mühe mch Lasten deine Tage und Jahre müsi'g machen, die willig Schweis vergiessen, Hitze und Kalte ausstehen, daß "tu im Sessel schlummern, mrd deinem Leib verpflegen kannst.
Erkenne die Güte der Natur, nein T die Güte ihres Urhebers*, und siehe die Pflichten ein , die sie dir mit segenvollew Versprechungen gebietet. So werth drr dein Glück und Wohlergehen ist, so werth laß dir den Nebenmeuschen seyu, der stme Kräfte zur Beförderung desselben verschwendet.
Der Erdboden ist gleichsam für. eine Stadt, und seine Bewohner süremeGe- sell,chaft zu achten. Die Bande der Statur dringen, schon die Pflichten der Liebe, der Freundschaft, der Dienstbegierdc und Wol)Itbätig.!eir auf. Noch tiefer schärfet sie die göttliche Sittenlehre des grosen Liebhabers alter Menschen ein. Wer würde hülfloser nut elender als ein Herr seyn, der auf dieser Schaubühne, die in so mannigfaltigen Scenen abwechselt, allein da wär«? Er bedarf des Dienstes anderer in Worten und Thaten vom Anfänge biS zum Ende feiner Lebenervlle, dis oft unvermuihet ablauft.
^Wie ungerecht würde es seyn , diejenigen, ohne welcher Hülfe kein Werk weder unternommen, noch ausgeführet werden kann, zu hassen , und unbelohnt von sich zu stoffen? Ich habe schon bemerket, daß selbst die Natur Liebe, Freundschaft und Dankbarkeit bestehlet. Und was für Glück und Segen breitet die Ausübung dieser Tugenden über die schnelle Flucht unserer Tage und Jahre aus!
(Der Verfolg künftig. >
Be-


