Ausgabe 
5.5.1804
 
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von den Rometen.

z ( Verfolg. )

Da die Kometen sich in sehr langen Ellipsen um die Sonne bewegen, in de­ren einem Brennpunkt die Sonne liegt, so daß auch oerjenigen Bahnen, die am geschwindesten wlederkommen, sich weit über die Planetenbahnen hinaus erstre­cken, so folgt daß die Kometen aus un­ermeßlichen Weiten in die Nachbarschaft der Sonne und Erde kommen, und in­dem sie das der Sonne zunachstgelegene Stück ihrer Bahn durchlaufen, uns als­dann sichtbar werden können. Die Länge ihrer Schweife nimmt zu , jemehr sie sich der Sonne nähern. Nicht immer sieht man den Schweif des Kometen seiner ganzen Länge nach, sondern bisweilen nur zum Theil , bisweilen auch gar nicht, im lezten Fall erscheint der Komet rund, und als ein in einem Nebel eingehüllter Irrstern.

Die Anzahl der sich um unsere Sonne herumschwingenden, tHeils Mir dlo­sen Augen, theils nur durch Fernrohre sichtbaren Kometen , setzen die Srernkün- diger nicht gering an. Der verstorbene Lambert zu Berlin macht in feinen kosmologischen Briefen über die Ein­richtung des Weltbaues, ( Augsburg 1761. S. ivy. 110.) einen beiläufigen Uederschlag ihrer Menge, und bringt 12000 Kometen heraus, die noch alle nä­her zur Sonne als Saturn kommen. Da man aber noch annehmen kann, daß viele Kometen schon ihre Sonnennähe hmrer- halb der Sarurnsbahn erreichen werden, so ist noch diese eben angegebene Anzahl zu klein , und L a mbert vervielfältigt deswegen diese 12000 mir 100, daß also 1200000 ihre Anzahl wäre; wenn auch die Menge derjenigen, die uns sichtbar seyn können, sich nicht über 300 erstreckte.

Die Kometen geben den Planeten an Gro,e nichts nach, und ohne Zweifel sind viele Kometen noch gröser als die Planeten.

Was die Natur und Beschaffenheit der Kometen und ihrer Schweife anbe­trifft, so« ist es sehr wahrscheinlich, daß die Annäherung zur Sonne arose Ver­änderungen auf der Oberfläche der Ko­meten hervorbringen muß, we'cbes die Nebel, die die Kometen , wenn sie in die Nachbarschaft der Sonne herabkommen, umgeben, und die mit der A n nähern na Zur Sonne sich vergrösernden Schweifen der Kometen deutlich zu erfennen geben. ~oonn aber diese Veränderungen beste­hen, darüber har man verschiedene Hp- porhesen gewagt. Einige behaupten- daß die Kometen, wenn sie sich der Sonne nähern, in Brand gerathen, und sehen in den sie umgebenden Nebeln und von der Sonne abgekebrten Schweifen den von ihren Oberflächen auffieigenden Rauch. Andere meynen, daß die Son­nenhitze die körperlichen Theile der Ko­meten in Dünste auflöse, und erklären dadurch das Phänomen des Nebels und Schweifes. Allein da bei diesen beiden Behauptungen die Sonne für ein wirk­liches Feuer gehalten wird, dessen Hitze auf dem Kometen mit seiner Annäherung zunimmt, (sonach übertraf die Erhitzung des Kometen von 1608. in seiner Sonnen­nähe die Erhitzung eines glühenden Ei­sen 2OOO>nal,) und die nettere Natur- lehre vielmehr zeigt, daß die Sonne kein wirkliches Feuer, sondern ein in die Licht­materie eingehüllrer planetischer Körper sey, welcher sich auf den ihm zugehöri­ge« Welten nach Beschaffenheit ihrer Grundstoffe wirksam zeigt, so folgt, daß der Nebel und Schweif des Kometen von einer ganz andern Ursache Herkommen müsse. Man stellt sich uemlich die Sache nun also vor: Die Sonne muß aufeinen und